Zur Sonne, zur Freiheit, zur Outdoor-Küche!

Elegante Outdoor-Küche

Sommer heißt für uns: bis in die späten Abendstunden auf Balkon und Terrasse sitzen. Und natürlich grillen! Unser Autor Nico steht trotzdem viel zu oft in der Küche. Er findet: Auch Herd, Kühlschrank und Spülbecken gehören ins Freie – es ist Zeit für die Outdoor-Küche.

Endlich Sommer! Nichts ist schöner, als an einem warmen Sommerabend draußen zu sitzen und die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu genießen. Dazu ein kühles Bier ­– echte Feierabendstimmung. Aber schon bald grummelt mir der Magen: Jetzt ein leckeres Steak vom Grill!

Gesagt, getan: Schon zischt und brutzelt das Fleisch auf dem Rost. Dazu passt perfekt ein frischer Kopfsalat. Also ab in die Küche. Salat rupfen, waschen, Essig und Öl dazu. Schon laufe ich wieder zur Terrasse hinaus, um das Fleisch gerade noch rechtzeitig zu wenden. Später nehme ich den ersten Bissen und ... da fehlt doch Steaksauce! Wieder zurück in die Küche, Kühlschrank auf. Jetzt kann ich es mir endlich gemütlich machen ... aber dann ist auch noch das Bier alle!

Weniger rennen, mehr kochen

Wie gut wäre es da, den Kühlschrank draußen stehen zu haben! Und den Küchentisch und das Gewürzregal. Ja, sogar die Spüle. Dann könnte ich mir ganz entspannt an der frischen Luft ein feines Dinner zubereiten, ohne ständig zwischen Terrasse oder Balkon und Küche hin- und herrennen zu müssen. Und wäre nicht auf das immer gleiche Grillen beschränkt – sondern ich könnte mir alles Mögliche unter freiem Himmel kochen, vom einfachen Spaghetti-Gericht bis zum ausgefeilten asiatischen Essen aus dem Wok.

Schöner Gedanke – aber geht das überhaupt? Klar, man braucht nur eine Outdoor-Küche. Die werden im Baumarkt oder beim Versandhändler schon fix und fertig angeboten. Eine gute Möglichkeit für Leute, die so wie ich zwei linke Hände haben. Wer hingegen ein Händchen fürs Heimwerken besitzt, baut sich seine Kochnische für die sonnigen Tagen einfach selbst. Mit Holz aus dem Baumarkt und einem Wellblechdach kann man einiges anstellen, wie ihr an diesem Bastler-Schmuckstück sehen könnt:

Selbstgebaute Outdoor-Küche
Schlicht und rustikal – so gut kann eine selbstgebaute Outdoor-Küche aussehen

Die Baukasten-Küche

Herzstück einer jeden Outdoor-Küche ist eine Grill- oder Kochstelle. Drumherum könnt ihr euch dann ganz individuell Arbeitsplatte, Küchen- und Kühlschrank und Spüle einbauen. Viele Hersteller bieten Outdoor-Küchen nach dem Baukastenprinzip an – man kauft sich nach und nach Komponenten dazu, je nachdem, was man braucht und was der eigene Geldbeutel gerade so hergibt. So seid ihr voll flexibel und könnt euch eure individuelle Open-Air-Küche zusammenstellen.

Beim Aufbau gibt es ein paar wichtige Dinge zu bedenken. Eine Outdoor-Küche muss zwar nicht zwangsweise riesengroß sein – zwei bis drei Quadratmeter Platz sollte sie aber mindestens bekommen, damit man sich ordentlich ausbreiten kann. Wenn ihr öfters Besuch habt, solltet ihr die Outdoor-Küche nicht an die Hauswand stellen. Warum? Steht die Kochzeile frei, habt ihr immer einen guten Überblick über eure Gäste, statt ihnen den Rücken zuzukehren.

Dach überm Kopf oder „Kitchen to go“?

Nutzt ihr einen Elektroherd, sollte die Küchenzeile zudem nicht zu weit von den Steckdosen entfernt stehen. Eine Gaskochplatte hingegen braucht lediglich ausreichend Platz für eine Gaskartusche im Küchenregal unterhalb der Platte. Wer die Behaglichkeit eines lodernden Holzkohlegrills liebt, kann direkt unter der Arbeitsplatte Holz einlagern, wie bei dieser edlen Hobby-Küche:

Elegante Outdoor-Küche
Viel Platz, exklusives Design – die DIY-Outdoor-Küche de luxe

Derartig aufwendige Freiluft-Küchen haben natürlich ihren Preis. Liebhaber zahlen viele Tausend Euro für den Kochspaß unter freiem Himmel. Aber was ist, wenn es regnet? Auch der Sommer kann manchmal echt ungemütlich werden. Bei einer stationären Küche solltet ihr daher ein großzügiges Dach anbringen. Das lohnt sich nicht nur bei schlechtem Wetter – an heißen Tagen dient es zudem als Sonnenschutz. Alternativ gibt es aber auch mobile Outdoor-Küchen, die man je nach Bedarf in den Schatten oder unter einen vorhandenen Regenschutz schieben kann. So wie diese Do-it-yourself-Küchennische auf vier Rädern:

Servierwagen als Outdoor-Küche
Keep on Rolling – ganz einfach von A nach B. (www.selbst.de)

Diese praktischen Küchen „to go“ lassen sich ohne Probleme im Gartenhaus, Keller oder in der Garage verstauen – so sind sie auch bei Wind und Wetter und in der kalten Jahreszeit optimal geschützt.

Outdoor statt außen vor

Ein weiterer Pluspunkt für das Brutzeln im Freien: Deftige Essensgerüche bleiben nicht noch stundenlang in der Wohnung. Was mich besonders freut: Während des Kochens verpasse ich nichts. Outdoor statt außen vor ­–­ durch das Freiluft-Kochen werden alle gut versorgt, und ich bin trotzdem immer mitten im Geschehen.

Eine Outdoor-Küche lohnt sich also gleich mehrfach. Sogar lästige Pflichten wie der Abwasch werden durch sie erträglich. Dafür müsst ihr nur eine kleine Spüle in euer flexibles Küchen-Set einbauen. Wenn der Einbau eines eigenen Wasseranschlusses zu aufwendig für euch ist, reicht dafür auch ein ganz normaler Gartenschlauch. Das Abwasser läuft dann wie beim Camping in einen Kanister unter dem Spülbecken.

Und wer weiß: Vielleicht helfen dann die Kumpels nach dem Essen sogar freiwillig beim Abwasch. Immerhin könnt ihr euch dabei alle gemeinsam den Sonnenuntergang ansehen, live und in Farbe.

Fotos: Bas Oosterwal/KPOU; Katharina Pasternak/Flora Press; www.selbst.de

Über diesen Autor

Nico, 29, ist vor zwei Jahren mit seiner Freundin aus Süddeutschland an den Stadtrand von Hamburg gezogen. Er hat einen Garten und grillt gern mit Freunden. Ein neuer Gasgrill ist für ihn spannender als Haushaltsroboter.

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1 Kommentar

  1. Das sieht wirklich schön aus. Ich könnte noch so eine tolle Design Küche haben. Wenn draussen die Sonne scheint, dann möchte man da die Zeit verbringen. Kann schon verstehen, dass es Leute gibt, die auch eine richtig grosse Küche nochmal draussen haben.

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