Zugegeben: An heißen Tagen ist eine leichte Brise auf der Terrasse eine erfrischende Wohltat. Doch irgendwann geht auch dieser Super-Sommer zu Ende und das laue Lüftchen wird zum ungemütlichen Wind. Ein guter Windschutz schafft hier Abhilfe – MeinWohn-Blogger Nico stellt euch verschiedene Varianten vor.

Die frohe Nachricht zuerst: Vor kurzem bin ich umgezogen – und zwar in ein eigenes kleines Häuschen mit Garten! Besonders mag ich die große Terrasse mit Blick aufs Grün. Weil es jedoch so langsam kühler wird, möchte ich einen Windschutz bauen und habe gleich einmal recherchiert, was man dabei beachten muss.

Allgemein gilt: Damit ein Windschutz seinem Namen – und damit auch seiner Funktion – gerecht wird, empfiehlt sich eine Mindesthöhe von 1,80 Meter. Auswählen könnt ihr dann zwischen unbeweglichen Modellen und solchen, die sich flexibel verschieben lassen – ein großer Vorteil, wenn der Wind sich dreht. Auch bei den Materialien habt ihr die Qual der Wahl.

Natürlich: Holz

Holzwände aus dem Bau- oder Gartenmarkt sind der Klassiker in Sachen Windschutz. Schön und natürlich fügen sie sich in fast alle Gärten ein und sind zudem recht einfach zu montieren. Damit sie auch starken Windböen standhalten, solltet ihr die einzelnen Elemente fest im Boden verankern. Äußerst stabil sind übrigens auch Holz-Blumenkästen mit hoher Spalierwand, an der Pflanzen emporklettern können. Wichtig: Holz braucht Pflege und muss daher regelmäßig mit entsprechendem Schutzlack oder -öl behandelt werden.

Heimwerker fertigt einen Windschutz aus Holz.
Do it yourself: Beim Bau eine Windschutzes können sich Heimwerker verwirklichen.

Durchscheinend: Glas

Ein Windschutz aus Glas hat gleich mehrere Vorteile: Er ist witterungsbeständig, pflegeleicht und bietet euch einen guten Ausblick – vorausgesetzt, ihr entscheidet euch für die durchsichtige Variante. Milchiges oder getrübtes Glas dient hingegen gleichzeitig als Sichtschutz. Auch Kombinationen aus beiden Varianten sind möglich, ebenso Modelle, die großformatig und farbenfroh bedruckt sind.

Den gläsernen Schutz gibt es in unbeweglicher und flexibler Ausführung, beispielsweise auf Rollen. Mein Tipp: Wer kleine Kinder oder einen Hund hat, entscheidet sich besser für milchiges oder bedrucktes Glas – darauf sind Hand-, Finger- und Nasenabdrücke weniger sichtbar.

Wandelbar: Markisen

Echt praktisch: So genannte Seitenmarkisen lassen sich einfach an der Hauswand montieren. Darüber hinaus sind sie platzsparend, weil ihr sie einfach einrollen könnt, wenn ihr sie nicht mehr braucht. Die Auswahl ist groß und reicht von klassischen Varianten in dezenten Farben bis hin zu bunten und gemusterten Modellen. Auch Markisen mit Fotodruck sind erhältlich – so könnt ihr eurem Windschutz einen ganz individuellen Look verpassen.

Individuell: Stein

Wer es rustikal mag, betreibt ein wenig mehr Aufwand und baut sich eine Mauer als Windschutz. Ob terrakotta-, sand- oder schieferfarben, ob schmale oder große, längliche oder runde Steine – eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Schön sind beispielsweise auch kleine Aussparungen, in denen Deko-Elemente Platz finden. Oder Pflanztöpfchen, in denen dann die sprichwörtlichen Mauerblümchen gedeihen können.

Zwei Stühle und ein Tisch stehen vor einem Windschutz aus Gaubinen.
Eine schicke Alternative zur klassischen Steinmauer: Ein Windschutz aus Gaubinen.

(Immer-)Grün: Hecken

Die natürlichste Variante sind Hecken aus z.B. Scheinzypressen, Eiben oder Thuja, die ganzjährig einen dichten Wind- und Sichtschutz bieten. Laubhecken hingegen sind im Winter durchlässiger. Besonders windresistent wiederum sind Feld-Ahorn und Weißdorn.

Einziger Nachteil von Hecken: Sie brauchen Zeit zum Wachsen – es dauert also ein paar Jahre, bis sie zuverlässig vor Wind und neugierigen Blicken schützen. Die Wartezeit überbrückt ihr ganz einfach mit mobilen Modellen, zum Beispiel einem gläsernen Windschutz auf Rollen oder Blumenkästen mit Spalierwand. Die sind auch für mich die beste Wahl – fürs Erste. Nach all dem Umzugsstress bevorzuge ich die unkomplizierte Variante. Später, wenn Ruhe einkehrt in meinem neuen Zuhause, versuche ich mich an einem aufwendigeren Windschutz.

Fotos: Delphotostock – stock.adobe.com; fragolini – stock.adobe.com; Olesia Bilkei – stock.adobe.com

Über diesen Autor

Den passenden Windschutz besorgt sich Nico im örtlichen Baumarkt. Seit dem Umzug war er dort so oft, dass ihn die Mitarbeiter vertraut grüßen.

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