Voller Durchblick? Das bringen Fensterputzroboter

Was mögen wir noch weniger, als das Bad sauber zu machen oder zu bügeln? Genau: Fenster putzen ist die unbeliebteste Arbeit im Haushalt, das zeigen Umfragen immer wieder. Erst auf Platz 10 kommt übrigens das Staubsaugen mit 2,9 Prozent. Trotzdem erobern  nach den automatischen Rasenmähern jetzt die Staubsaugroboter in Deutschland langsam die Gunst der Kunden. Was viele nicht wissen: Auch für die Fenster gibt es schon innovative Alternativen zum Selbstputzen oder zu teuren Reinigungsprofis. Aber wie funktionieren die eigentlich? Nehmen Fensterputzroboter uns auch alle Arbeiten ab? Oder lehnen sich die Hersteller mit ihren Versprechungen von streifenfreien Fensterscheiben noch ein bisschen zu weit aus dem Fenster?

Fensterputzroboter: Das Runde wird zum Eckigen

Ganz klar, die neuere Generation Fensterputzroboter hat in Sachen Qualität deutlich zugelegt. Die Geräte arbeiten heute mit Luftsaugtechnik und gelten als absolut zuverlässig. Kamen die Haushaltshelfer früher kaum in die Ecken, kann uns das Resultat inzwischen eher überzeugen. Auch weil viele Hersteller nicht mehr auf Rundungen setzen, sondern auf quadratische Formen.

Moderner Fensterputzroboter
Moderner Fensterputzroboter: Die eckige Form und ein großes Mikrofasertuch sollen maximale Sauberkeit bringen

Legt ihr allerdings großen Wert auf den perfekten Durchblick, kommt ihr immer noch nicht drum herum, selbst Hand anzulegen. Unseren Eindruck bestätigt ein Test des Schweizer Magazins „K-Tipp“: Kein Roboter kann dem Menschen das Putzwasser reichen. Jedenfalls solange der Mensch weiß, was er tut, guten Willens und mit vernünftigem Equipment ausgestattet ist. Und während ein ordentlicher Handwischer euch kaum mehr als 20 Euro kostet, sind die Automaten zwischen 200 und 1000 Euro zu haben.

Nicht immer sauber, aber sicher?

Dennoch haben die Roboter natürlich auch Vorteile: Sie sind nicht nur für Fenster einsetzbar, sondern entwickeln sich zu Allroundern, die auch Spiegel, Kacheln, Duschkabinen und sogar Computerbildschirme reinigen können. Wobei Letzteres natürlich ein klitzekleines bisschen übertrieben ist.

Nicht vernachlässigen darf man das Thema Sicherheit: Wenn ihr auf wacklige Stühle steigt, um auch ganz oben in die Fensterecken zu kommen, oder euch weit aus dem Fenster lehnt, etwa um fixierte Scheiben zu reinigen – die Unfallgefahr steigt enorm. Und wie wir wissen: Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Fensterputzroboter könnten also immerhin positive Auswirkungen auf die Unfallstatistiken haben.

Fensterputzer lehnt sich aus Fenster
Profis lehnen sich oft weit aus dem Fenster - auch in Sachen Bezahlung

Geht das auch ein bisschen leiser?

Eins können Fensterputzroboter allerdings nicht: leise. Wer denkt, er könne ein kleines Nickerchen auf dem Sofa halten, während Kollege Roboter für ihn die Arbeit erledigt, wird schnell merken: Der Haushaltshilfe mangelt es an akustischer Diskretion. Wer weniger empfindlich ist, wird sich allerdings von den bis zu 65 Dezibel nicht aus den Träumen reißen lassen. Zum Vergleich: Das ist etwa so laut wie ein Fernseher in Zimmerlautstärke, aber immer noch leiser als ein Rasenmäher.

Wenn euch Lautstärke und nicht ganz so saubere Fenster nicht abschrecken, dann solltet ihr aber auf zwei Dinge unbedingt achten, bevor ihr euch einen Fensterputzroboter anschafft: Zum einen sollte das Gerät, vor allem für Dachfenster, gut abgesichert sein, damit ihr nicht plötzlich nur noch Elektroschrott auf dem Boden liegen habt. Und zum anderen solltet ihr auf die einfache Bedienbarkeit achten – denn eure neue Haushaltshilfe soll schließlich Staub und Schmutz beseitigen und nicht selbst zum Staubfänger werden.

Unser Fazit: Fensterputzen nervt, keine Frage! Und wirklich streifenfrei bekommen wir es auch in Handarbeit selten hin. Fensterputzroboter können uns zwar viel Arbeit abnehmen, aber anders als etwa Staubsaugroboter agieren sie nicht völlig eigenständig, müssen alle paar Minuten umgesetzt werden, von der Innen- auf die Außenseite, von Fenster zu Fenster. Nicht zu unterschätzen ist allerdings der Fun-Faktor: Es macht einfach Spaß, anderen beim Arbeiten zuzuschauen – vor allem wenn es Roboter sind!

Wollt ihr noch mehr wissen über das Thema? Dann empfehlen wir euch den Test von „K-Tipp“, den ihr für drei Schweizer Franken unter folgender Adresse abrufen könnt: https://www.ktipp.ch/artikel/d/klarsicht-fuer-wenig-geld/.

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2 Kommentare

  1. Nette Seite mit gutem Content ! Ich selbst beschäftige mich auch mit dem Thema Fensterputzroboter.
    Ich finde , dass sich ein Fensterputzroboter gerade bei großen Glasflächen extrem lohnt.

    Viele Grüße Ruwen

  2. Wir wollen für das Dachgeschoss unseres Hauses nun auch neue Fenster kaufen. Höchstwahrscheinlich soll es oben im Wohnzimmer eine große Fensterwand geben. Das Putzen dauert dann natürlich umso länger. Vor allem von außen wird das Putzen sehr schwierig und ich denke, wie bereits im Artikel erwähnt, ist so ein Roboter viel sicherer und die Fenster werden auch noch gleichmäßiger sauber.

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