Update für optimale Wärme: die Heizungswartung

Alle Jahre wieder ist es am Ende des Sommers so weit: Mit der kalten Jahreszeit beginnt auch die Heizsaison. Der Herbst ist daher eine ideale Zeit, um die heimische Heizungsanlage auf Vordermann bringen zu lassen. Wer jetzt seiner Heizung einen kleinen Check-up vom Experten gönnt, kann dem Winter entspannt entgegensehen. MeinWohn-Bloggerin Tine beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die professionelle Heizungswartung.

1. Warum ist es sinnvoll, die Heizung warten zu lassen?

An kalten Tagen arbeitet die Heizung auf Hochtouren. Da ist es ganz normal, dass einzelne Teile nach und nach verschleißen. Bei der Heizungswartung werden diese Teile auf Wunsch ausgetauscht und so bleibt die Technik immer auf dem neuesten Stand – und die Heizung gibt hoffentlich nicht mitten im Winter den Geist auf.

Die mit einer Wartung verbundene Reinigung des Heizkessels schont zudem die Umwelt, da die Heizung die eingesetzte Energie optimal in Wärme umwandelt. Das senkt auch den Verbrauch und die Heizölkosten.

2. Wann ist eine Wartung notwendig?

Der beste Zeitpunkt ist der Spätsommer oder Frühherbst, also vor den kühlen Wintermonaten, der sogenannten Heizsaison. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man einen solchen Termin ja gern mal ausblendet. Deshalb mein Tipp: Streicht euch schon heute die Wartung für das nächste Jahr rot im Kalender an.

3. Was wird konkret gemacht bei einer Heizungswartung?

Jetzt wird es ein bisschen technisch: Ein paar grundlegende Informationen über die Heizungswartung sind jedoch auch für Laien sinnvoll – so bekommt ihr ein Verständnis dafür, wie die eigene Heizung funktioniert, und könnt dem Heizungstechniker beim nächsten Mal fachmännisch über die Schulter schauen.

Sowohl bei Gas- als auch bei Ölheizungen werden alle wichtigen Komponenten der Anlage vom Fachmann genau unter die Lupe genommen. Es wird der Brenner ausgebaut, wenn nötig gereinigt und auf Verschleiß kontrolliert. Auch die Entlüftung der Heizkörper sowie das Auffüllen von Wasser in der Anlage werden von guten Handwerkern mit erledigt. Außerdem wird bei Bedarf der Heizkessel gereinigt, damit die eingesetzte Brennstoffenergie möglichst vollständig der Heizung zugeführt werden kann und möglichst wenig Wärme mit dem Abgas durch den Schornstein entschwindet.

Entlüftung der Heizung mit einem kleinen Entlüftungsschlüssel
Für die Entlüftung des Heizkörpers braucht man einen kleinen Entlüftungsschlüssel.

4. Wie merkt ihr, dass eure Heizung dringend ein Check-up braucht?

Ein deutlicher Hinweis: Ein oder mehrere Heizkörper gluckern. In dem Fall ist höchstwahrscheinlich Luft im Heizsystem – eine Entlüftung schafft hierbei schnell Abhilfe. Vor allem bei älteren Heizungen kann sich ein zusätzlicher, umfangreicher Heizungscheck anbieten. Der Fachmann untersucht dabei das gesamte Heizungssystem gezielt nach energetischen Schwachpunkten.

Anschließend schlägt er Maßnahmen vor, wie ihr die Energieeffizienz des eigenen Zuhauses erhöhen könnt, zum Beispiel mit einem hydraulischen Abgleich (https://www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/hydraulischer-abgleich.html): Hierbei ermittelt der Fachmann den Wärmebedarf der verschiedenen Räume und stimmt die Heizleistung darauf ab. So wird eine optimale Wärmeverteilung im Eigenheim möglich – und weniger Energie verbraucht.

5. Wie viel kostet eine Heizungswartung?

Die Höhe des Preises für eine Wartung hängt einerseits vom Heizungstyp ab, andererseits davon, wie viele Teile ausgetauscht werden. Grob geschätzt liegen die Kosten für eine einfache Wartung ohne neue Teile und ohne Reparaturen bei ungefähr 150 Euro.

6. Ab wann müsst ihr euch eingestehen: Es ist vorbei, bye, bye?

Die Faustregel lautet: Wenn eine Heizung mehr als zwanzig Jahre auf dem Buckel hat, ist ein Austausch in den meisten Fällen lohnenswert. Bei Modellen, die vor 2003 eingebaut wurden, könnt ihr euch bereits an das sogenannte Altanlagenlabel halten, das seit diesem Jahr vom bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ausgeteilt wird. Hierauf wird die Energieeffizienz eurer Heizung anzeigt: von Energieklasse A+++ bis G. Ist eure Anlage im „A“-Bereich ist alles paletti! Spätestens ab einer Bewertung von „D“ solltet Ihr einen Austausch der Heizung ernsthaft in Betracht ziehen.

Fotos: M.Doerr & M.Frommherz GbR/stock.adobe.com

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In diesem Jahr hat Tine es geschafft: Ihre Heizung wurde bereits vor einigen Wochen auf den neuesten Stand gebracht. Wenn es nach ihr ginge, können die niedrigen Temperaturen aber trotzdem noch eine Weile auf sich warten lassen.

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