Ist das Literatur oder kann das weg? Egal ob ihr Vielleser seid oder Bücher eher als eine schöne Deko anseht – irgendwann kommt die Zeit, in der man sich von einigen alten Schinken trennen muss. Weil sie Staubfänger sind und abstauben echt lästig ist. Oder weil sich die Regalbretter schon gefährlich nach unten biegen. Oder einfach weil ihr Platz im Bücherschrank braucht.

Klar, wegschmeißen ist auch eine Option: Klappe zu, Tolstoi tot! Aber vielleicht hängt ihr ja doch noch ein bisschen an den Wälzern. Und wollt nicht so viel Müll produzieren. Dann gibt es eine schlaue Lösung für euch: Zimmert euch einfach eure eigene erlesene Einrichtung – mit Möbeln aus alten Büchern. So schafft ihr Platz im Bücherschrank. Und eure vier Wände sind um ein paar schicke Lichtblicke reicher.

Hier sind unsere Top 5 der innovativsten Einrichtungsgegenstände aus alten Büchern:

Platz 5: Die Denker-Pritsche

Ein Möbelstück zum Nachdenken: Banco del pensamiento bedeutet übersetzt „Bank des Denkens“ – und das kann man in doppelter Hinsicht verstehen. Auf ihr kann man bestens die Gedanken schweifen lassen. Zugleich besteht sie aber auch aus Werken großer Denker. Für gemütliches Entspannen empfehlen wir aber einige weiche Kissen auf der Denkerbank. Denn echte Literatur kann mitunter auch ganz schön unbequem sein. Mit vielen kuscheligen Kissen lässt sich aber sogar auf der härtesten Schiller-Gesamtausgabe wunderbar relaxen.

Platz 4: Der schwebende Schuhschrank

Blick in den Schuhschrank: Irgendwann waren all diese Treter wahrscheinlich der letzte Schrei. Aber jetzt schauen wir mit Schamesröte darauf – ganz schön viele modische Verirrungen! Deswegen quillt der Schuhschrank auch schon über. Und bald kommt die nächste Herbstkollektion.

Also Platz schaffen. Gut, dass es auch im Bücherregal einige Exemplare gibt, die uns noch nie vom Hocker gerissen haben. Oder die uns geschenkt wurden, mit der Aufforderung: „Das musst du unbedingt lesen!“ Gar nichts müssen wir! Im Gegenteil: Statt sich mühsam durch das Buch zu quälen, könnt ihr es auch einfach an die Wand nageln. So entsteht ein schwebender Schuhschrank.

Auf diese Präsentierteller stellt ihr dann vor allem die Schuhe, die optisch einiges hermachen – von der High-Heel-Deko bis zur sportlichen Sneaker-Ausstellung ist alles möglich. Und im klassischen Schuhschrank könnt ihr dann immer noch die Exemplare verstecken, für die ihr euch ein bisschen schämt. Die aber mit Glück bald wieder Mode werden.

Platz 3: Der Büchertopf

Schlechte Bücher sind voller nerviger Stilblüten – gute Bücher bringen hingegen echte Blüten hervor. So wie Blumentöpfe zwischen zwei Buchdeckeln.

Selten war Literatur lebendiger. Und solche Öko-Bücher sind ja eigentlich auch nur fair: Denn für ihre Herstellung musste einst ein Baum daran glauben – da ist es nur gerecht, wenn die Natur jetzt wieder zwischen den Zeilen ihre Wurzeln schlägt.

Platz 2: Elegante (Literat-) Uhr

Beim Lesen vergisst man häufig die Zeit – eine stilechte Bücheruhr erinnert uns daran, wie spät es ist.

Dafür schneidet ihr ein großes Rechteck aus dem Seitenblock, sodass das Uhrwerk im Herzen des Buchs ausreichend Platz hat. Anschließend bohrt ihr ein Loch für die Halterung ins Frontcover. An dieser Halterung werden die Uhrzeiger angebracht, die ihr von einer normalen Küchenuhr nehmt.

Damit dieses kleine Kunstwerk stabil steht, solltet ihr ein Buch mit Hardcover-Einband wählen. Am besten passt dann auch noch der Titel dazu. Aus Uhr-ästhetischen Gründen schlagen wir vor: „Uhrwerk Orange“ von Anthony Burgess, „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust oder „A Brief History of Time“ von Stephen Hawking. Oder irgendein x-beliebiges Buch mit einer Uhr vorn auf dem Cover. Eine solch stilvolle Bücheruhr geht uns alles andere als auf den Zeiger.

Platz 1: Das Bücher-Bücher-Regal

Auch bei unseren Büchermöbeln gilt: Die beste Lösung ist häufig die naheliegende. Wer neue Bücher kauft, braucht Platz im Regal. Warum also nicht einfach ein neues Regal aus all den alten Büchern bauen? Die brauchen wir ja eh nicht mehr. Und so kann das dann am Ende aussehen:

Klar, hätte man auch selbst drauf kommen können: Ein Regal aus Büchern für Bücher – das spart nicht nur Platz, sondern zeugt auch von erlesenem Geschmack.

Unsere Top 5 zeigen: Nur lesen war gestern – mit Büchern kann man noch viel mehr anstellen. Eurem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Aber aufgepasst, wenn ihr Gäste habt: nicht dass ein Besucher zufällig das Werk wiederentdeckt, das er euch früher einmal geschenkt hat – und auf dem nun eure Sportschuhe stehen.

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1 Kommentar

  1. Euer Platz 5 („Die Denker-Pritsche“) ist der Hammer! Dazu noch ein richtig hochwertiger Teppich… Aber nichts vom billigen Schweden Möbelladen. Eher mal bei The Lounge Company reinschauen, wenn es richtig Eindruck machen soll.

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