Sonne, Öl und Wärme: So funktioniert die Hybridheizung

Qual der Wahl ade: Mit einer Hybridheizung müsst ihr euch nicht für einen Energieträger entscheiden, sondern könnt verschiedene kombinieren und von ihren Vorzügen profitieren. MeinWohn-Blogger Marc erklärt, welche unterschiedlichen Hybridheizungstypen es gibt und für wen sie sich lohnen können.

Die wichtigste Frage zuerst: Was ist überhaupt eine Hybridheizung? Von einem hybriden, also gemischten Heizungssystem spricht man, wenn mindestens zwei unterschiedliche Energieträger im Spiel sind. Üblicherweise handelt es sich um einen Mix aus herkömmlicher und erneuerbarer Energie. Als Knotenpunkt dient ein großer, gut isolierter Wärmespeicher, der mit Wasser gefüllt ist und von den erneuerbaren Energien mit Wärme versorgt wird. Erst wenn diese Heizwärme komplett aufgebraucht ist, springt beispielsweise der Heizkessel ein – die „Erneuerbaren“ haben also Vorrang.

Grundsätzlich sind bei der Hybridheizung unterschiedliche Kombinationen von Energieträgern möglich:

Keep it simple – and warm! Mit Solarthermie und Heizöl

Der Klassiker unter den Hybridheizungen ist eine Kombination aus Ölheizung und Solarthermieanlage. Strahlt die Sonne, tanken die Solarkollektoren Energie, die in Heizwärme und warmes Wasser umgewandelt wird. Gerade im Winter reicht die Kraft der Sonne jedoch nicht mehr aus. Dann schlägt die Stunde der Ölheizung, die unabhängig vom Wetter ihren Dienst verrichtet.

Innovativer Sonnenanbeter: Eine Solarthermieanlage liefert bei gutem Wetter kostenlose Solarenergie.

Aus Strom mach Wärme: Photovoltaikanlage trifft auf Ölheizung

Gute Nachricht für alle, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben oder über einen Einbau nachdenken: Damit könnt ihr auch die Heizung eures Eigenheims unterstützen. Die Sonnenenergie sorgt dabei nicht direkt für Wärme, sondern wird erst in Strom umgewandelt. Das hat gleich zwei Vorteile: Dieser Strom versorgt die elektrischen Geräte im Haushalt – und unterstützt auch die Heizung. Der grüne Strom vom eigenen Dach betreibt einen elektrischen Heizstab oder eine Wärmepumpe, die das Speicherwasser erhitzen. So könnt ihr noch mehr von eurem selbstproduzierten Ökostrom im Haus nutzen.

Für Lagerfeuer-Romantiker: Kamin, Ölheizung und Solarenergie vereint

Schon unsere Vorfahren aus grauer Vorzeit wärmten sich am Lagerfeuer. Bis heute ist die Faszination für die lodernden Flammen ungebrochen. Viele Hausbesitzer genießen die gemütliche Atmosphäre, die ein Kaminfeuer im Wohnzimmer verbreitet. Gut zu wissen: Die Wärmeenergie muss nicht auf einen Raum begrenzt bleiben, sondern kann auch das Haus beheizen. Möglich wird das durch eine sogenannte Wassertasche, die um den Brennraum herumführt. Das Wasser wird durch die Flammen erwärmt, gelangt in den Wärmespeicher und kann dann fürs Heizen sowie für Warmwasser genutzt werden.

Natürlich hat man hin und wieder auch einfach keine Lust oder Zeit, den Kamin anzuwerfen. Mit einer Hybridheizung seid ihr auch in diesem Fall im Vorteil: Bleibt der Kamin kalt, sorgt die Heizung für Wärme. Oder, bei sonnigem Wetter, die Solaranlage – ein Komfort, um den uns unsere Steinzeit-Vorfahren mit Sicherheit beneiden würden.

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Wenn es um Technik geht, hat Marc zwei Grundsätze: Erstens soll sie auf dem neuesten Stand sein, zweitens problemlos funktionieren. Deshalb ist ihm die Hybridheizung sympathisch: Sie ist nicht nur innovativ, sondern auch voll verlässlich.

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