Eine Innovation, die einleuchtet: smarte Lichtsysteme

Es ist noch gar nicht so lange her, da war eine Lampe an oder aus. Gut, Dimmer gab es auch. Stets aber war die Betätigung eines Lichtschalters gefragt. Heute kann Licht viel mehr, als ein Zimmer zu erhellen: Es illuminiert ganze Wohnungen und Häuser, abgestimmt auf Stimmung, Raum oder Tageszeit – möglich wird dies durch smarte Beleuchtung. MeinWohn-Blogger Marc erklärt euch, welche Möglichkeiten es gibt. 

Auch der schönste Sommer geht einmal vorbei – und tatsächlich wird es inzwischen morgens schon wieder deutlich später hell. Als ich jedoch heute aufgestanden bin, ging für mich trotz früher Stunde die Sonne auf. Grund dafür ist meine neueste Errungenschaft: Ein smartes Beleuchtungssystem, das meine Wohnung in neues Licht taucht. Am Morgen simuliert es beispielsweise in meinem Schlafzimmer einen Sonnenaufgang – da fällt das Aufstehen gleich viel leichter.

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Wer mit sanftem Licht statt schrillem Piepton geweckt wird, kommt besser in den Tag. Die Weckzeit lässt sich zentral einstellen.

Das Thema smarte Beleuchtung ist umfassend. Nicht nur, dass einzelne Lampen miteinander vernetzt und flexibel per Fernzugriff steuerbar sind. Die intelligenten Leuchten kommunizieren darüber hinaus mit digitalen Assistenten wie Siri oder Alexa, können also per Sprachbefehl bedient werden. Zudem sind sie lernfähig und bieten neben erhellenden Momenten noch viele weitere Vorteile.

Mehr Komfort, weniger Kosten

Einmal eingerichtet, könnt ihr die smarten Lampen immer und überall euren Wünschen anpassen. Personalisierbare Lichtszenarien übernehmen das Beleuchten der Räume ebenso wie das Dimmen von Lampen oder den Wechsel verschiedener Lichtfarben. Auch für Nachtaktive bietet die Technik Komfort: Dank Bewegungsmeldern, die sich problemlos ins Beleuchtungssystem integrieren lassen, geht das Licht automatisch an, sobald jemand einen dunklen Raum betritt. Das nächtliche Suchen nach der Tür oder dem Lichtschalter ist damit passé – gestoßene Zehen oder umgeworfene Gegenstände ebenso.

Auch wer verreist, kann sich auf smarte Beleuchtung verlassen. Denn das Licht schaltet sich während eurer Abwesenheit ein – automatisch oder per App aus der Ferne gesteuert. Auf diese Weise macht Ihr potenziellen Einbrechern das Leben schwer.

Toll ist übrigens auch, dass sich mit smarter Beleuchtung Strom sparen lässt. Automatisches Ausschalten zu bestimmten Tageszeiten verhindert, dass das Licht unnötig lange brennt. Darüber hinaus ermöglichen Sensoren, dass die Leuchten immer nur so viel Helligkeit abgeben, wie nötig ist, um das natürliche Tageslicht zu ergänzen. Damit könnt ihr selbst an einem wolkigen Tag noch Energie sparen.

So funktionieren intelligente Leuchten

Die guten alten Lichtschalter kommen bei der smarten Technik nicht mehr zum Einsatz. Stattdessen lassen sich die intelligenten Lampen mit mobilen, überall platzierbaren Buttons, via App und bei einigen Modellen sogar per Gestik oder dank Sprachassistenten wie Siri oder Alexa über mündliche Befehle steuern – vom Sofa, Bett oder der Badewanne aus, zum Teil auch per Fernzugriff.

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Ein Blick, ein Griff: Smarte Beleuchtung lässt sich via App im Handumdrehen bedienen.

Um all diese Vorteile genießen zu können, sind in der Regel keine aufwendigen Baumaßnahmen nötig. Einige smarte Beleuchtungsanlagen verfügen zur Steuerung der Lampen über eine Basisstation, bei Modellen, die per WLAN funktionieren, ist der Router das zentrale Element. Welche Variante letztlich am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie individuellen Wünschen und eurem Geldbeutel ab – eine Beratung im Fachhandel ist in jedem Fall ratsam.

Auch alte Lampen können smart werden

Übrigens gibt es inzwischen kaum noch Beleuchtungselemente, die nicht auch als intelligente Variante auf dem Markt sind. Generell ist das Angebot überaus vielfältig: Von klassischen Deckenlampen und Stehleuchten über bunte Lichtstreifen – so genannte LightStrips – bis hin zu extravaganten Modellen wie Leuchtwürfeln mit Farbwechsel.

Gut zu wissen: Wer auf smarte Beleuchtung umsteigt, braucht nicht gleich die Lieblingslampe zum Sperrmüll zu bringen. Dank kompatibler LED-Birnen wird auch sie im Handumdrehen intelligent. Genau auf diese Weise habe ich übrigens meine alte Designerleuchte auf smart getrimmt – nun kann ich meinen Feierabend bei automatisch gedimmtem Licht genießen.

Fotos: iStockphoto; realstock1 – stock.adobe.com; Andrey Popov – stock.adobe.com

Über diesen Autor

Freut sich auf den Herbst: Marc kann es kaum erwarten, dass es abends wieder früher dunkel wird. Dann kann er die smarte Beleuchtung in seiner Wohnung voll auskosten.

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