Platz da! So bringt ihr kleine Räume ganz groß raus

1. Keep it simple!

Es gibt einige Dinge in unseren vier Wänden, an denen unser Herz hängt. Weil sie besonders schön sind. Oder weil wir wertvolle Erinnerungen mit ihnen verbinden. Andere Gegenstände wiederum haben sich einfach so über die Jahre hinweg angesammelt und stehen vor allem im Weg herum. Um ordentlich Platz zu sparen, heißt es, von allem Abschied zu nehmen, was wir nicht brauchen. Denn in kleinen Räumen gilt: Weniger ist mehr! Weniger Möbel, mehr Platz. So einfach ist das. Dieser Minimalismus liegt voll im Trend. Es gibt Menschen, die ganz bewusst nicht mehr als 100 Dinge besitzen. Weil zu viel Kram von den wirklich wichtigen Dingen im Leben ablenkt. „Simplify your life“ – für kleine Räume kann sich dieses Prinzip auszahlen: Die Konzentration auf das Wesentliche schafft deutlich mehr Freiraum und lässt auch das kleinste Kämmerchen größer wirken. Dabei solltet ihr euch immer fragen: Welche Dinge sind euch wirklich wichtig? Und welche braucht ihr im Alltag nur selten? Wenn ihr euch bei Möbeln & Co. auf das Wesentliche fokussiert, habt ihr auch auf wenigen Quadratmetern bald genügend Freifläche.

2. Schlauer stauen

Wem das alles eine Spur zu philosophisch ist oder wer sich nicht von seinen Schätzen trennen möchte, der sollte zusätzlichen Stauraum schaffen. Statt eines Bücherregals an der Wand könnt ihr zum Beispiel einfach eine Regalreihe unterhalb der Decke anbringen. Wer besonders viele Schmöker besitzt, kann diesen Bücherzug einmal durch den ganzen Raum laufen lassen. Den gewonnenen Platz an der Wand könnt ihr dann mit einem schönen Bild oder Poster schmücken. Ansonsten gilt: Auch in kleinen Zimmern gibt es häufig Orte, die man leicht übersieht und die sich bestens als Stauraum eignen. Ihr habt noch ein wenig Platz unter der Dachschräge? Perfekt für einen kleinen Schuhschrank. Die Bretter eures Bücherregals gleichen einer Hängebrücke? Einfach die weniger spannenden Bücher in einem Bettkasten mit Rollen verstauen. So bekommen eure Lieblingsbücher von euren Gästen auch die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. (Oder ihr macht einfach ein originelles Möbelstück aus den alten Büchern)

3. Allround-Möbel

Findet ihr es nicht auch manchmal seltsam, dass die meisten Einrichtungsgegenstände nur eine einzige Aufgabe haben? Das Bett ist nur zum Schlafen, der Sessel nur zum Sitzen da, und der Kühlschrank kann nichts, außer das Essen zu kühlen – was für eine Platzverschwendung! Deshalb bieten sich Multifunktionsmöbel an. Ein zeitloser Klassiker des stilvollen Platzsparens ist das Schrankbett. Wie damals in der Junggesellenbude: Einfach nach dem Aufstehen einklappen, schon ist eine Menge Platz gewonnen. Wem das klassische Schrankbett noch nicht vielseitig genug ist, der kann sich ein Modell mit eingebautem Schreibtisch gönnen:

Mit einer Klappbewegung verschwindet das Bett in der Wand und wird zum Schreibtisch.

Perfekt für alle, die Privatsphäre und Home Office klar trennen wollen: Mit einer Klappbewegung ist Feierabend – und das Bett steht schon bereit.

4. Geht an die Decke!

Apropos Bett: Der Mensch stammt zwar nicht vom Vogel ab, aber auch Menschen können ihr warmes Nest in die Höhe verlagern – und zwar in Form eines Hochbetts. Als Kinder haben wir uns dort wie Ritter auf einer Burg gefühlt. Heute sehen wir das ein bisschen pragmatischer: Ein Hochbett spart einfach viel Platz auf dem Boden. Vor allem in kleinen Schlafzimmern lohnt es sich daher, zum Schlafen an die Decke zu gehen. Unter das Hochbett könnt ihr dann zum Beispiel eine gemütliche kleine Couch stellen. Oder ihr verlegt einfach euren Essbereich unter das Bett. Mit einem Matratzennest in der Luft könnt ihr eurer Einrichtungsfantasie freien Lauf lassen – Platz dafür ist jetzt mehr als genug da.

5. Lasst euch täuschen!

Machen wir uns nichts vor: Unsere Augen lassen sich ziemlich leicht in die Irre führen. Und das ist auch gut so – zumindest für all diejenigen unter euch, die ihr kleines Zimmer optisch vergrößern wollen. Spiegel an der Wand verschaffen nämlich die Illusion, dass der Raum deutlich größer ist. Und auch wenn das natürlich nicht stimmt, lassen wir uns in dem Fall ausnahmsweise gern täuschen.

6. Hell ist das neue Groß

Auch unterschiedliche Farben haben einen Einfluss auf unsere Wahrnehmung. Helle Räume wirken größer, während Zimmer mit dunklen Tapeten und schweren, blickdichten Vorhängen den gegenteiligen Effekt haben. Deshalb gilt für kleine Zimmer: Viel Licht hereinlassen! Helle Vorhänge lassen den Raum freundlich und großzügig erscheinen.

Viel Licht und helle Töne lassen kleine Räume größer wirken.

Auch helle Möbel werten das kleinste Zimmer auf. Oder ihr stellt euch gleich durchsichtige Möbel in die Bude: Ein moderner Glastisch fällt auch in kleinen Räumen kaum auf. Zusätzlich reflektiert Glas ebenso wie Metall das Licht – der doppelte Helligkeitseffekt lässt das Zimmer noch freundlicher erscheinen – und großzügiger. Für diejenigen unter euch, die sich von ihrem alten schwarzen Ledersessel nicht trennen wollen, bieten sich helle Überzüge an.

7. Stühle zum Falten

Für die Ordnungsliebhaber unter euch haben wir zum Schluss noch etwas Besonderes: Stühle, die man nach der Benutzung einfach zusammenfalten und aus dem Weg räumen kann.

Lassen sich leicht verstauen: Faltstühle aus Kunststoff

Zusammengefaltet sind die eleganten „Flux Chairs“ aus Kunststoff nur 1,5 Zentimeter hoch und ganz einfach zu verstauen. Und bei der Farbwahl ist für jeden etwas dabei: Die Faltstühle gibt es in acht unterschiedlichen Farben, von klassischem Weiß bis hin zu knalligem Gelb – die Stühle sind nicht nur praktisch, sondern werten als modische Farbkleckse jede Einrichtung auf.

Ihr seht also: Platz zu schaffen ist nicht schwierig. Man muss nur wissen, wie. Am Ende gilt dabei immer: Es ist egal, wie viele Quadratmeter ihr zur Verfügung habt – solange ihr sie schlau nutzt.

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2 Kommentare

  1. Bei kleinen Räumen bietet es sich besonders an, den Übergang eines dunklen Bodenbelags auf einen farbenfrohen oder hellen Filzkugelteppich als optisches Highlight einzusetzen. Dadurch gelingt es auch, die Blicke desjenigen zu steuern, der den kleinen Raum betritt. 🙂

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