Pflanzen in der Wohnung – der eigene Urban Jungle

Pflanzen in Wohnung

Richtig eingesetzt verwandeln Zimmerpflanzen euer Zuhause ganz ohne Garten in eine echte Wohlfühloase: Wertvolle Tipps für das Styling und die Auswahl der Pflanzen hat unsere Bloggerin Nina zusammengefasst.

Sie ranken in einem prächtigen Grün, sie verbessern unsere Raumluft und die eine oder andere von ihnen „sticht, sticht, sticht“. Ich rede natürlich von Zimmerpflanzen! Lest im Folgenden, wie ihr euer Zuhause mit Efeutute, Monstera, Goldfruchtpalme und einer kleinen Kakteensammlung in ein grünes Paradies verwandelt. Beachtet dabei auch die Tipps für die richtige Pflege, damit eure Pflanzen nicht verwelken.

Hängende Pflanzen – die Efeutute

Efeututen sind wunderschöne Pflanzen, die über Regale und Schränke ranken können. Dadurch bringen sie echtes Dschungelfeeling in die eigenen vier Wände. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südostasien und prägt auch in Australien sowie auf den pazifischen Inseln die Flora. In unseren Breitengeraden ist die Efeutute eine beliebte immergrüne Zimmerpflanze. Sie kann bis zu zehn Meter lange Triebe mit großen Blättern bilden und ist damit eine fitte Kletterpflanze. Indem sie wie ein Schwamm alle möglichen Schadstoffe aufsaugen, verbessern Efeututen die Raumluft. Sie filtern Formaldehyd-Ausdünstungen aus Lacken und – kleiner Fun Fact – können sogar so viel Nikotin aus der Zimmerluft aufnehmen, dass ihre Blätter einen dreimal höheren Wert aufweisen als die einer Tabakpflanze. Eine wichtigere Information: Wie eine klassische Efeu-Pflanze enthält auch sie ein haut- und schleimhautreizendes Gift, weshalb ihr sie weder verzehren noch zu häufig anfassen solltet.

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Hier fühlt sich die Efeutute wohl

Im Pflanzenhandel erhaltet ihr die Efeutute in der Regel in einem Topf mit Moosstab, an dem sie emporwächst. Als Zimmerpflanzen mögen Efeututen eine Temperatur von 20 Grad Celsius. Bei unter 16 Grad ist es ihnen eindeutig zu kalt. Als Standort wählt ihr am besten einen hellen bis halbschattigen Platz ohne Zugluft. Direkte Sonne bekommt diesen Zimmerpflanzen nicht so gut. Einige Variationen der Efeutute mit dunkleren Blättern kommen sogar mit wenig Licht aus.

Wasser und Dünger für die Efeutute

Auch mit einer hohen Luftfeuchtigkeit – wie im Bad – kommt diese Zimmerpflanze gut zurecht. Sie wächst hervorragend in gewöhnlicher Blumenerde und muss vergleichsweise wenig gegossen werden. Ihr solltet sie gleichmäßig feucht halten, aber wenn ihr das Gießen ab und zu vergesst, geht die Efeutute nicht gleich ein. Staunässe kann sie hingegen gar nicht ab, dann fangen die Wurzeln an zu faulen. Beim Düngen könnt ihr ebenfalls sparsam sein. Efeututen sollten als anspruchslose Zimmerpflanzen lediglich während der Wachstumsperiode von März bis August alle vierzehn Tage ein wenig Blattpflanzendünger erhalten.

Monstera Deliciosa – die Königin unter den Zimmerpflanzen

Sie darf in keinem hippen Zuhause fehlen: die Monstera Deliciosa bzw. das Fensterblatt. Derzeit gilt sie als die trendigste Zimmerpflanze überhaupt. Ursprünglich kommt sie aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas. Dort klettert sie lianenartig an Baumstämmen bis in die Kronen empor. Bei uns wächst sie eher aufrecht und erreicht maximal eine Höhe von bis zu drei Metern. Sie bildet fleischige Triebe, die allerdings nicht standfest sind. Daher muss sie sich auch als Zimmerpflanze mit ihren Luftwurzeln irgendwo festhalten.

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Hier fühlt sich die Monstera Deliciosa wohl

Eine Monstera hat gerne viel Platz, weshalb ihr sie direkt in einen großen Topf pflanzen solltet. Sie fühlt sich an einem warmen und hellen Standort wohl, der aber nicht vollsonnig ist. Wenn sie an einem halbschattigen oder schattigen Standort steht, bilden sich ihre Blätter nicht so gut aus. Sie mag Temperaturen zwischen 21 und 16 Grad Celsius. Im Sommer könnt ihr sie auch an einen geschützten Ort in den Garten stellen, falls ihr die Möglichkeit dazu habt.

Wasser und Dünger für die Monstera

Die Monstera benötigt eine regelmäßige Wasserzufuhr, aber ja nicht zu viel. Staunässe kann ihr Tod sein! Aufgrund ihrer Luftwurzeln freut sie sich über eine hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb solltet ihr sie ab und zu mit Wasser besprühen oder ins Badezimmer stellen. Die Monstera wächst gut, wenn sie durch das Substrat genügend Nährstoffe erhält oder alle vierzehn Tage mit einem Dünger (nur die halbe Dosierung) versorgt wird.

Madagaskar-Feeling mit der Goldfruchtpalme

Für mich sieht diese Pflanze aus wie eine Mischung aus Bambus und Palmenwedeln: die Goldfruchtpalme. Sie stammt aus Madagaskar und kann dort sogar bis zu zehn Meter hoch wachsen. Bei uns bleibt sie ein bisschen kleiner, sorgt aber trotzdem für echtes Urlaubsfeeling. Auch sie reinigt die Luft und verbessert unser Raumklima.

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Hier fühlt sich die Goldfruchtpalme wohl

Diese Zimmerpflanze benötigt viel Licht, verträgt aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Dann würden sich ihre Blätter nämlich gelb färben. Die Goldfruchtpalme fühlt sich bei einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit und 18 bis 20 Grad Celsius Zimmertemperatur wohl. Mit Zugluft kommt sie weniger gut klar. Im Sommer könnt ihr auch diese Pflanze in den Garten stellen.

Wasser und Dünger für die Goldfruchtpalme

Am besten wächst diese Palme in herkömmlicher Humuserde. Auch sie verträgt keine Staunässe. Die Erde sollte immer ein bisschen feucht sein und niemals komplett trocken werden. Gerade Jungpflanzen benötigen eine konstante Wasserzufuhr. Daher solltet ihr sie in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer stellen. Von Frühjahr bis Herbst könnt ihr sie einmal wöchentlich düngen. Im Winter reicht es, sie alle drei Wochen mit flüssigem Blumendünger zu versorgen.

Stachelig, aber pflegeleicht: die Kakteen

Ein kleiner grüner Kaktus reicht mir nicht – deshalb habe ich gleich zehn! Sobald man einmal mit dem Sammeln von Kakteen anfängt, kann man nicht aufhören. Sie sind klein, süß und stammen aus Wüstenregionen, weshalb sie nur wenig Pflege benötigen. Darum fangen viele Menschen, die nicht so richtig von ihrem eigenen grünen Daumen überzeugt sind, mit der Anzucht dieser Pflanzen an.

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Viel kann man bei diesen Pflanzen nicht falsch machen

Kakteen gedeihen an einem Standort, der sehr hell ist. In einem Gemisch aus Blumenerde, Sand und Ton oder Lavaerde wachsen sie gut. Als Sukkulenten sind Kakteen besonders robust und benötigen kaum Feuchtigkeit. Im Gegenteil: Zu viel davon können sie nur schlecht ertragen. Auch in Dunkelheit gehen sie ein. Rückt sie also am besten ins direkte Sonnenlicht und lasst sie dort einfach stehen. Gießen müsst ihr Kakteen nur, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist. Dafür tränkt ihr sie in Feuchtigkeit und schüttet das überschüssige Wasser, das aus den Abflusslöchern des Topfes fließt, einfach weg. Als Dünger eignet sich nur Kaktusdünger, mit dem ihr eure Kakteen von April bis August alle ein bis vier Wochen versorgen könnt. Manch einer stellt seine Kakteen im Sommer sogar untergestellt in den Garten oder auf den Balkon.

Eine kleine Kakteensammlung habe ich schon seit Jahren und eine Monstera hat mir meine beste Freundin letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt. Doch bei mir zuhause geht noch mehr. Bald ranken Efeututen über meine Regale und eine Goldfruchtpalme sorgt für tropisches Flair in meinem Badezimmer.

Kurz & knapp:
Mit Pflanzen könnt ihr euer eigenes Zuhause in eine grüne Oase verwandeln. Legt euch dafür am besten ein paar der oben genannten Zimmerpflanzen zu. Diese sind pflegeleicht und gehen nicht so schnell ein.

ÜBER DIESEN AUTOR

Autorenportrait NIna
Nina, 40, liebt das stadtnahe Leben und das Grün auf ihrem Balkon. Für Naturfeeling in ihrer Wohnung sorgen Zimmerpflanzen.

 

 

 

Foto: FollowTheFlow – stock.adobe.com

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