Sauna und Co. in der eigenen Wohnung

Ihr Kollege Nico flirtet schon länger mit der Idee einer Sauna im eigenen Zuhause – leider ist bei Wohn-Bloggerin Nina in der Wohnung einfach kein Platz für eine Heimsauna. Aber sie ist überzeugt: Wo ein Wille ist, ist auch Wellness.

Ich hab ja gar nix gegen Graupelschauer, Herbst und Winter – jedenfalls nicht, so lange ich mir drinnen ab und zu eine gesunde Dosis entspannende Wüstenhitze gönnen kann. Der Weg zur nächsten Therme mit mehreren Saunen und Garten ist gar nicht so weit, aber auf die Dauer geht mir das zu sehr ins Geld – und manchmal will ich auch einfach nicht unter fremden Menschen schwitzen. Auch wenn’s für die eigene Sauna nicht reicht: Mit ein paar Gadgets und Tricks kriege ich auch in meiner Wohnung eine Wohlfühloase untergebracht.

Sauna fürs Gesicht – oder Dampfbad im Taschenformat

Dampfschwaden, die alle Poren öffnen: Wenn ich aus der Sauna oder dem Dampfbad komme, ist meine Haut wunderbar durchblutet und ruft nach noch mehr Pflege. Dumm nur: In öffentlichen Badeanstalten ist das fehl am Platze. Peelings, Masken und Co. müssen zu Hause bleiben. Na und? Dann bleib’ ich eben in Zukunft auch zu Hause – und gönne meinem Gesicht ein Mini-Dampfbad.

Dafür könnte ich mich einfach über eine Schüssel mit heißem Wasser hängen. Aber bequemer geht’s mit einem kleinen Facial Steamer, der mir auf Knopfdruck gehorcht und zusätzlich auch noch Aromatherapie zur Entspannung liefert. Tut übrigens nicht nur meiner Haut gut, sondern auch meinen Atemwegen, die von trockener Heizungsluft manchmal ganz schön genervt sind – und bekommt deshalb drei von fünf Wellness-Sternen von mir. Und weil Salzluft gut für die Gesundheit sein soll, man sich eine eigene Salz-Grotte aber noch schlechter in die Wohnung bauen kann als eine Sauna, gibt’s übrigens auch Salz-Inhalatoren fürs eigene Zuhause.

Fußbad: Entspannung in den eigenen vier Wänden

Happy Feet: Keine Chance für kalte Füße

Damit’s hier nicht unfair wird, bekommt nicht nur mein Gesicht ein Wellness-Programm, sondern auch die Füße. Denn mir kann am restlichen Körper noch so warm sein – ist der Keller kalt, meldet mein Kopf: Ungemütlich! Das müssen wir sofort ändern. Gerne doch: Ein heißes Fußbad hat geradezu magische Wirkung auf mein Wohlbefinden, kurbelt die Durchblutung an und bereitet die Haut außerdem prima auf anschließende Pflege vor. Auch hier tut’s im Notfall natürlich eine Schüssel warmes Wasser. Aber richtige Wellness-Fußbäder können so viel mehr: Die kleinen Badewannen massieren, wärmen – und blubbern. Ehrlich: Graue Winterstimmung hat keine Chance, wenn ich nach unten schaue und meine Zehen in einem rosa Mini-Whirlpool zappeln sehe. Ich finde: drei von fünf Wellness-Sternen ist das wert.

Meine ganz private Wohlfühl-Oase

Strahlt müde Muskeln munter: die Infrarotlampe

In einer Infrarot-Kabine kommt durchaus Sauna-Feeling bei mir auf. Die Dinger sind unkompliziert, gar nicht mal teuer und verbrauchen nicht zu viel Strom. Aber ehrlich: Im Design finde ich so eine rustikale Kiste aus Holz höchst fragwürdig, jedenfalls für mein Wohnzimmer – und woanders ist einfach kein Platz. Gibt es nicht auch eine andere Lösung für so einen Wärme-Quickie? Gibt es: Ein Infrarotstrahler schickt wohlige Wärme in meinen verspannten Nacken, während ich es mir auf einem Kissen bequem mache und Podcasts höre. Es gibt die warmen Helferlein in diversen Formen und Größen, die sich um jede schmerzende Körperregion kümmern können. Wer großflächige Wärme will, liegt auf einer Wärmematte richtig. Wer mehr Lockerung braucht, ist mit einem Infrarotstrahler mit Massagefunktion gut bedient. Klar: Das Rundum-Hitze-Schwitzgefühl einer Sauna kann das nicht ersetzen. Aber vier von fünf Wellness-Sternen bekommen die Infrarotlampen von mir auf jeden Fall.

Feucht und fröhlich: das eigene Dampfbad

Stilecht wäre natürlich ein Bad im Hamam-Style mit mosaikgefliester Liegelandschaft – aber wenn dafür Platz und Geld nicht reichen, kann man die Dampfbad-Technik auch ganz clever in einer Dusche einbauen lassen und spart den Raum. Die Kabine muss nur nach außen geschlossen, mit einem Abluftsystem und eben einem Dampfgenerator ausgerüstet werden, der über Düsen den wohltuenden Nebel verteilt. Minuspunkt: Dampfbad genießen in lässiger Liegeposition ist dann eben nicht drin, aber ich gäbe dem ganzen Spaß trotzdem mindestens vier von fünf Wellness-Sternen.

Schade allerdings: Diese Idee wird für mich ein Traum bleiben. Denn erstens müsste ich den Einbau gründlich mit meinem Vermieter abklären – und zweitens hat so viel Wellness tatsächlich auch einen stattlichen Preis. Wir reden hier von mehreren Tausend Euro: Dafür kann ich ganz schön oft in die Therme fahren UND mir noch eine Massage obendrauf gönnen. Trotzdem, die Vorstellung vom Dampfbad zu Hause ist reizvoll – vielleicht muss ich meine Freundin Tine zu dieser Investition überreden und sie dann seeehr oft besuchen…

 

Warum sind Sauna und Co. so gesund?

  • Gute Übung für Herz und Kreislauf: Der Blutdruck wird durch die Wärme in der Sauna oder Infrarot-Kabine kurzfristig angeregt und sinkt dann wieder – auf die Dauer kann das auf das ganze System regulierend wirken.
  • Das Immunsystem freut sich: Weil die Körpertemperatur steigt, werden Prozesse in Gang gebracht, die sonst nur bei Fieber vorkommen und die die körpereigene Abwehr auf Touren bringen. Das kann Erkältungskrankheiten vorbeugen – erst recht, weil auch alles gut durchblutet wird.
  • Hautpflege: Durch das Schwitzen und Aufquellen lösen sich alte, verhornte Zellen später leichter und die Haut wirkt jung und rosig. Außerdem wird auch hier die Durchblutung angeregt und die Gefäße trainiert.

Über diesen Autor

Nina, 38, wohnt im Hamburger Speckgürtel, liebt das stadtnahe Leben im Grünen und ihren Balkon. In der kalten Jahreszeit zieht sie sich aber liebend gern in ihre Wohlfühloase zu Hause zurück und startet ihr ganz persönliches Wellness-Programm.


Fotos: karelnoppe – stock.adobe.com; drubig-photo – stock.adobe.com; Dario Lo Presti – stock.adobe.com

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