Manche mögen’s heiß: Die Sauna im eigenen Zuhause

In Deutschland gehen über fünf Millionen Menschen regelmäßig in die Sauna oder ins Dampfbad. Da ist es nicht verwunderlich, dass die öffentlichen Wellnessbereiche vor allem in der kalten Jahreszeit mächtig voll sind. Auch MeinWohn-Blogger Nico liebt das gesunde Schwitzen – so sehr, dass er mit einer Sauna in den eigenen vier Wänden liebäugelt. Ausreichend informiert dazu hat er sich bereits.

Die Zeiten, in denen die heimische Sauna ein Schattendasein im Keller fristete, sind längst vorbei. Die modernen Schwitzkabinen für zu Hause können sich sehen lassen und werden in den unterschiedlichsten Größen, Ausführungen und Preisklassen angeboten.

Die Qual der Wahl

Es gibt mehrere Möglichkeiten, so richtig ins Schwitzen zu kommen. Ich persönlich mag die klassische finnische Sauna am liebsten. Dort ist die Luft sehr heiß und trocken. Ein Dampfbad hingegen bietet hohe Luftfeuchtigkeit und niedrigere Temperaturen, was für den Kreislauf weniger anstrengend ist. Eine dritte Variante ist die Infrarotkabine. Hierbei erhitzen spezielle Strahler nicht nur die Luft, sondern direkt die Haut. Das hat den Vorteil, dass nicht lange vorgeheizt werden muss.

Die Größe der Sauna ist abhängig von der Anzahl der Personen, welche die Kabine zeitgleich nutzen möchten. Für vier Menschen wird beispielsweise eine Grundfläche von zwei mal zwei Metern empfohlen – für mich und meine Freundin würde also schon ein kleineres Modell reichen.

Frau ruht sich in der eigenen Heimsauna aus
Ruheoase im eigenen Zuhause: In der Heimsauna kann man ungestört entspannen.

Apropos klein: Auch für Menschen, die in einer Wohnung wohnen oder nur wenig Platz haben, gibt es Varianten zum Ausziehen, die nach Gebrauch wieder zusammengeschoben werden können und dann kaum mehr Platz einnehmen als ein Schrank. Auch tragbare Minisaunen zum Zusammenfalten sind im Angebot. Die minimalistischste Version ist der Saunaanzug – ein luftdichter Vinyleinteiler, der sich allein durch die Körperwärme schnell aufheizt.

Der perfekte Platz

Ich persönlich glaube, dass eine Heimsauna vor allem dann häufig genutzt wird, wenn sie einen schönen Platz bekommt, zum Beispiel in einem großen Badezimmer, auf dem ausgebauten Dachboden oder im Wintergarten, wenn dieser von außen nicht einsehbar ist. Hier könnt ihr ein entspanntes Ambiente schaffen und die Sauna ist – anders als im Keller – stets präsent.

Voraussetzung ist natürlich, dass ein Stromanschluss vorhanden und eine Dusche in der Nähe ist. Ein gemütliches Plätzchen zum Ausruhen findet sich daneben mit Sicherheit auch noch. Idealerweise ist der Raum, in dem die Sauna stehen soll, gefliest – Fliesen bieten einen glatten und vor allem wasserfesten Untergrund. Ganz wichtig sind zudem Fenster oder eine mechanische Belüftung, denn sonst können Schimmelschäden entstehen.

Sauna im Badezimmer neben einer Dusche
Statt die Sauna im Keller zu „verstecken“, bietet sich ein Einbau im Badezimmer an.

Sicherheit und Kosten

Da fast jede Sauna mit Starkstrom betrieben wird, solltet ihr das Anschließen unbedingt einem Fachmann überlassen, der dann auch den Einbau des Saunaofens übernehmen kann. Achtet bei der Wahl eurer privaten Sauna auch auf eine Zertifizierung vom Verband der Elektrotechnik: Das sogenannte VDE-Prüfsiegel steht für hohe Qualität hinsichtlich der technischen Ausstattung. Das FSC-Siegel wiederum garantiert euch, dass das Holz in eurer Sauna aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt – so könnt ihr die Hitze mit gutem Gewissen genießen.

Und was kostet der ganze Spaß? Einen Bausatz aus dem Baumarkt erhaltet ihr schon für unter 1.000 Euro. Insgesamt variieren die Kosten aber stark, sind abhängig von Hersteller, Größe und Design und können schnell bei mehreren tausend Euro liegen. Nicht zu vergessen die Energiekosten: Sie hängen von der Leistung des Saunaofens und vom aktuellen Strompreis ab. Wer pro Woche beispielsweise zwei Stunden sauniert, zahlt dafür circa 12 Euro im Monat – und kann sich dafür zeitlich flexibel und ohne Gedränge auf der Saunabank entspannen.

Fotos: kobernykb – stock.adobe.com; Viacheslav Iakobchuk – stock.adobe.com; rilueda – stock.adobe.com

Über diesen Autor

Nach längerem Überlegen hat sich Nico dafür entschieden, mit dem Sauna-Einbau noch zu warten. Der Grund: In den nächsten Monaten hat er genügend andere Bauvorhaben vor sich, die ihn ausreichend ins Schwitzen bringen.

Diesen Artikel teilen

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.