Kühler Kopf: Vom Ventilator bis zur High-Tech-Klimaanlage

Die perfekte Klima-Kombination im Hochsommer lautet: Draußen dreißig Grad, drinnen angenehm kühl. Um das zu erreichen, benötigt man in den meisten Fällen technische Helfer. MeinWohn-Bloggerin Nina erklärt euch, welche Vor- und Nachteile diese Geräte haben – und zu wem sie am besten passen.

Die klassische Variante: Ventilator

Hitze lass nach: Ohne die angenehme Windbrise des kleines Ventilators neben meinem Schreibtisch wäre ich im Moment ganz schön aufgeschmissen. Dabei sorgt er nicht nur für punktuelle Erfrischung, sondern ist auch vergleichsweise günstig und verbraucht wenig Strom – drei Pluspunkte für den Kühlklassiker.

Dabei ist die Kühlleistung vergleichsweise gering. Der Grund: Ein Ventilator bringt lediglich die Luft in Schwung, was einen angenehmen Kühleffekt auf der Haut bewirkt, wenn man direkt vor dem Propeller sitzt. Die Raumtemperatur kann ein Ventilator nicht senken – dafür benötigt man eine Klimaanlage.

Die flexible Variante: Mobile Klimaanlage

Aber welche? Mobile Geräte haben den Vorteil, dass sie überall im Haus positioniert werden können – am besten gerade da, wo ihr euch gegenwärtig aufhaltet. Zudem müssen sie nicht erst aufwendig eingebaut werden, sondern benötigen lediglich eine Steckdose. Günstig sind diese Geräte jedoch nicht: Die preiswertesten Anlagen beginnen bei 300 Euro, hochwertigere können aber, je nach Hersteller, auch mehr als 1000 Euro kosten. Dazu kommt ein deutlich höherer Stromverbrauch. Achtet daher unbedingt auf das Energieeffizienz-Label: Mit einer möglichst hohen Energieeffizienz-Klasse spart ihr am Ende bares Geld.

Weiterer Tipp: Überlegt euch, wie oft und wie lang ihr das Gerät benutzt. Wohnt ihr beispielsweise unter dem Dach und habt zum Schlafen die ganze Nacht die Klimaanlage an, dann kann euch die mobile Variante auf Dauer teuer zu stehen kommen. Habt ihr sie aber nur wenige Stunden an besonders heißen Tagen in Betrieb, fallen die höheren Stromkosten deutlich weniger ins Gewicht.

Klimaanlage "Artcool Stylist" kühlt Schlafzimmer
Runterkühlen mit Stil: der ARTCOOL Stylist von LG

Die Luxusvariante: Stationäre Klimaanlage

Eine fest installierte Klimaanlage verbraucht weniger Strom als ein mobiles Gerät. Zudem sind die stationären Anlagen häufig leiser als die mobilen, was vor allem während des Schlafens von Vorteil ist. Zudem machen einige Produkte wie der „ARTCOOL Stylist“ von LG oder Daikins „Emura“ auch optisch etwas her.

Jedoch sind fest installierte Anlagen in der Anschaffung auch deutlich teurer als mobile Alternativen. Zudem muss der Einbau vom Fachmann erledigt werden, was zusätzliche Montagekosten bedeutet. Zur Orientierung: Eine sogenannte Split-Anlage, die fest in einem Raum installiert ist, kostet zwischen 2000 und 3000 Euro inklusive Einbau. Wer mehrere Räume kühlen möchte, benötigt eine zentrale Klimaanlage, die über ein Leitungs- oder Lüftungssystem das gesamte Haus klimatisiert. Diese ist jedoch deutlich teurer, je nach Größe des Hauses könnt ihr zwischen 7000 und 10.000 Euro einplanen.

Eine solche Investition eignet sich also eher für alle Häuslebauer unter euch, welche die Installation der Klimaanlage von Grund auf in ihre Planungen miteinbeziehen können. Dann kann sich übrigens die Anschaffung einer Wärmepumpe lohnen. Und zwar in doppelter Hinsicht: Viele dieser Geräte eignen sich nämlich nicht nur gut zum Heizen, sondern können mit einer technischen Erweiterung auch als Klimaanlage genutzt werden.

Fotos: Amanda Worrall/stocksy.com; LG

Über diesen Autor

Nina, 38, genießt den Sommer am liebsten draußen, auf ihrem Balkon oder am Badesee. Wenn ihr die Sonne doch einmal zu viel wird, freut sie sich auf ihre kühlen vier Wände – bisher noch ohne Klimaanlage.

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