Komfort rauf, Steuern runter: So spart ihr Bares beim Sanieren

Handwerker zeigt jungen Menschen Kosten auf iPad.

Renovieren ist nicht nur aufwendig, sondern oft auch kostspielig – da kann man jeden zusätzlichen Euro gut gebrauchen. MeinWohn-Blogger Nico hat fünf wertvolle Tipps für euch, wie ihr beim Modernisieren eures Zuhauses gutes Geld sparen könnt.

1. Ein Handwerker lohnt sich – auch bei der Steuer

Dieses Jahr war es wieder einmal besonders knapp: Erst pünktlich zum Stichtag (31. Mai) gab ich meine Steuererklärung ab. Dabei kann es sich wirklich bezahlt machen, sie auszufüllen. Zum Beispiel bei den Handwerkerkosten: Wenn bei euch zu Hause der Fachmann die Fenster ersetzt oder den Parkettboden im Wohnzimmer erneuert, könnt ihr die anfallenden Ausgaben in der Steuererklärung geltend machen – und damit aktiv Steuern sparen.

Die Summe, die ihr absetzen könnt, ist leider begrenzt: Bis zu zwanzig Prozent der maximalen Kosten von 6.000 Euro für den Handwerker könnt ihr steuerlich geltend machen, also maximal 1.200 Euro. Infrage kommen dafür ganz unterschiedliche Tätigkeiten: von der Modernisierung der Ölheizung im Keller über die Sanierung des Badezimmers bis hin zu neuen Dachziegeln. Wichtig: Angerechnet werden nur immaterielle Ausgaben für Lohn und Anfahrt des Handwerkers, nicht die Materialkosten.

2. Kein Bargeld für den Handwerker

Damit die Sanierungskosten überhaupt vom Finanzamt anerkannt werden, müsst ihr den Handwerker per Überweisung bezahlen. Bargeld ist Tabu. Außerdem solltet ihr euch immer einen Überweisungsbeleg oder eine Rechnung zuschicken lassen, die zwei Jahre aufbewahrt werden muss – so seid ihr immer auf der sicheren Seite.

3. Auch „Do it yourself“ spart Steuern – aber nur in ganz bestimmten Fällen

Wenn ihr euer Zuhause lieber selbst auf Vordermann bringt, sieht die Lage etwas komplizierter aus. Heimwerker bekommen nur dann Geld vom Fiskus, wenn der Umbau eine sogenannte außerordentliche Belastung behebt. Eine solche Belastung können zum Beispiel Gesundheitsrisiken sowie Schäden durch Unwetter oder Hochwasser sein.

Rechnungen bearbeiten auf dem Schreibtisch
Gründlich nachrechnen lohnt sich – Quittungen aufbewahren auch (iStockphoto)

4. Plant die Finanzierung gründlich

Beim Renovieren gibt es teilweise mehrere Möglichkeiten, Geld zu sparen: Wenn ihr beispielsweise euren Heizkessel austauschen wollt, könnt ihr die Kosten entweder von der Steuer absetzen – oder aber ihr nehmt eine staatliche Förderung in Anspruch.

Beides zusammen geht hingegen nicht: Wer eine öffentliche Förderung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder vom Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA) beantragt, kann den Einbau nicht noch zusätzlich steuerlich geltend machen. Deshalb mein Tipp: Nehmt euch im Vorfeld ausreichend Zeit und den Taschenrechner zur Hand – häufig lohnt es sich, genau nachzurechnen.

5. Seid smart – und teilt die Umbauten clever ein

Manche Sanierungsmaßnahmen müssen so schnell wie möglich erledigt werden. Wenn es jedoch einzig darum geht, den Wohnkomfort zu steigern, ist die Sanierung häufig nicht so dringend. Vor allem zum Jahresende kann es passieren, dass ihr den Höchstbetrag an absetzbaren Kosten fast erreicht habt. Dann ist es am smartesten, weitere Renovierungsarbeiten erst im neuen Jahr zu beginnen. So könnt ihr die dann anfallenden Ausgaben bei der nächsten Steuererklärung absetzen – und zwar in vollem Umfang.

Über diesen Autor

Nico, 29, ist vor zwei Jahren mit seiner Freundin aus Süddeutschland an den Stadtrand von Hamburg gezogen. Er hat einen Garten und grillt gern mit Freunden. Ein neuer Gasgrill ist für ihn spannender als Haushaltsroboter.

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