Intelligente Helfer für ein gesundes Raumklima

Eine Frau sitzt in ihrer Wohnung am Tich und genießt die gute Raumluft

Zu wenig Sauerstoff und zu viel Feuchtigkeit sind die größten Feinde eines gesunden Raumklimas. Unser Blogger Marc gibt euch Tipps und stellt smarte technische Helferlein vor, mit denen ihr die Luft in eurem Zuhause kontrollieren und verbessern könnt.

Während der Corona-Pandemie habe ich meine Wohnung viel bewusster kennengelernt. Nie zuvor hatte ich den Großteil des Tages in meinen eigenen vier Wänden verbracht. Weil mir frische Luft wichtig ist, hatte ich während des Sommers immer alle Fenster auf Kipp stehen, aber seit es deutlich kälter wurde, halte ich sie lieber geschlossen. Ich bin nämlich eine ziemliche Frostbeule.

Mir war schon klar, dass Lüften wichtig ist und dass sich durch zu viel Luftfeuchtigkeit Schimmel bilden kann. Aber wie lüfte ich einen Raum am effizientesten? Weil ich es genau wissen wollte, habe ich recherchiert, wie ich das Raumklima bei mir zuhause mitsamt der Luftfeuchtigkeit und dem Sauerstoff- sowie CO₂-Gehalt kontrollieren kann und welche Maßnahmen helfen, die Luft im Raum zu verbessern. Ich muss zugeben, dass ich in der Vergangenheit so einiges falsch gemacht habe.

Schlechte Raumluft – ein Gesundheitsrisiko

Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig ein gutes Raumklima und frische, saubere Luft für unsere Gesundheit sind. Gerade bei der Arbeit im Home Office habe ich gemerkt, dass ich nach einiger Zeit im geschlossenen Raum müde und schlapp werde. Ab und an hatte ich nach einem langen Arbeitstag auch mal Kopfschmerzen. Jetzt kenne ich den Grund: Es war ein zu geringer Sauerstoffgehalt in der Luft. Sauerstoff ist unser wichtigstes Lebenselixier, aber wie schnell er in Räumen aufgebraucht ist, merken wir meistens erst zu spät. Deshalb ist es wichtig, den Sauerstoffgehalt für ein gesundes Raumklima zu überprüfen und regelmäßig zu lüften.

Auch die Luftfeuchtigkeit beeinflusst unser Raumklima. Ist sie zu hoch, begünstigt sie auf lange Sicht die Schimmelbildung und das Wachstum von Bakterien. Schimmel in der Wohnung ist nicht nur eklig, sondern auch echt gesundheitsschädlich. Atemwegsbeschwerden, Asthma, Übelkeit, brennende Augen, Pilzerkrankungen – die Liste der Symptome ist lang und ich habe noch nicht einmal die Langezeitfolgen erwähnt. Deshalb solltest du darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu hoch ist, um Gesundheitsrisiken entgegenzuwirken.

Zu guter Letzt dürfen wir aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nicht die Aerosole vergessen. Diese spielen vor allem in Räumen, wo sich meherere Personen aus verschiedenen Haushalten aufhalten, eine Rolle. Aerosole sind ein feines Gemisch aus festen und flüssigen Teilchen in einer Größe von weniger als fünf Mikrometern, die in der Luft schweben. In geschlossenen Räumen können Aerosole Viren und Bakterien übertragen. Wir atmen sie aus und ein – allein dadurch stecken wir uns an, sogar ohne engen Kontakt mit infizierten Personen. Das ist wirklich erschreckend und deshalb müssen Räumlichkeiten wie Restaurants oder Klassenzimmr, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, sehr regelmäßig gelüftet bzw. die Luft gereinigt werden.

So überprüfst du dein Raumklima

Da ich ein lösungsorientierter Mensch bin, habe ich mich schlau gemacht, wie ich gesundes Raumklima am besten kontrollieren kann. Früher haben die Arbeiter im Bergbau dazu Vögel genutzt: Wenn der Vogel von der Stange fiel, war der Sauerstoffgehalt im Schacht zu niedrig oder es gab giftige Gase . Zum Glück können wir heutzutage auf derart makabere Methoden zur Überprüfung des Raumklimas verzichten. Denn dafür gibt es Raumklimasensoren. Sie kontrollieren die Qualität der Luft, indem sie Temperatur, Sauerstoff- und CO₂-Gehalt sowie zur Vorbeugung von Schimmel auch die Luftfeuchtigkeit messen. Diese Werte kannst du dann einfach per App einsehen und dementsprechend mit Lüften oder Heizen beeinflussen. Bei kritischen Bedingungen wirst du direkt per Push-Mitteilung informiert. Wer die Raumluftsensoren mit einer Smart Home- Integration nutzt, kann die Prozesse mithilfe von smarten Thermostaten und selbstgesteuerten Fensteröffnern in Szenen komplett automatisieren. Das ist nicht nur gesund, sondern auch praktisch und für mich definitv eine Investition wert.

Ein Luftfilter steht in einem Klassenzimmer, in dem Schüler mit Schutzmaske arbeiten
Ein gutes Raumklima fördert die Konzentration und senkt das Infektionsrisiko

Raumluftfilter reinigen die Luft

Um optimal gereinigte Luft zu erhalten, bieten sich Raumluftfilter an. Diese modernen Apparate eignen sich vor allem für Allergiker, denn sie filtern Staub, Blütenpollen, Feinstaub, chemische Verbindungen, Feuchtigkeit und Gerüche aus der Raumluft. Da ich in der Stadt wohne und durch das Öffnen der Fenster automatisch Feinstaub in meine Wohnung gelangt, finde ich diese Gadgets besonders interessant – mal abgesehen davon, dass ich ungern die kalte Winterluft in mein Zuhause lasse. Außerdem sollen Raumluftfilter schädliche Ausdünstungen von Möbeln, Bodenbelägen und Lösungsmitteln beseitigen. Selbstverständlich filtern sie ebenfalls die Aersole, die für die Übertragung von Corona mitverantwortlich sind, aus der Luft. Daher wird derzeit diskutiert, ob sie in Schulen, Kitas und Büros eingesetzt werden sollen. Ich finde die Idee super, automatisch saubere Luft in der Wohnung einatmen zu können, ohne an die Nordsee fahren zu müssen.

Zimmerpflanzen – die günstigeren Raumluftfilter

Dabei muss es nicht unbedingt der teure Raumluftfilter sein. Auch mit Pflanzen kannst du für ein gesundes Raumklima sorgen. Sie wandeln CO₂ in Sauerstoff um, sollen sogar Schad- und Giftstoffe binden. Eine Studie hat ergeben, dass Grünpflanzen die Schadstoffbelastung um mehr als 50 Prozent senken können. Hierfür bieten sich vor allem Efeu, Philodendron, Drachenbaum, Aloe Vera, die Grünlilie, das Einblatt oder der Nestfarn an. Da Pflanzen allerdings auch die Luft befeuchten, solltest du mithilfe eines Raumluftsensors die Luftfeuchtigkeit kontrollieren, um Schimmel zu verhindern. Zur Reduzierung der Luftfeuchtigkeit helfen Fensteröffnen – vorausgesetzt die Außenluft ist trocken – oder ein Luftentfeuchter. Letztere gibt es schon für wenig Geld. Mit Pflanzen kannst du also relativ günstig die Luft reinigen.

Wie du richtig lüftest, um gesund zu bleiben

Kommen wir zum letzten Aspekt für gesundes Raumklima: dem Lüften. Durch das Lüften tauschst du deine Raumluft mit (hoffentlich) sauberer Luft von draußen aus. Das senkt in der Regel die Luftfeuchtigkeit und den CO₂-Gehalt, während es den Sauerstoffgehalt im Raum erhöht. Viele Menschen öffnen ihre Fenster allerdings nicht richtig – zu denen zählte auch ich viel zu lange. Das Fenster auf Kipp zu halten, verschafft nämlich keinen allzu großen Nutzen. Kurzes Stoßlüften hingegen hat einen besseren Effekt und sorgt schnell für gesundes Raumklima. Wer keinen Raumluftsensor hat, kann folgende Tipps für regelmäßiges Lüften beachten.

Du solltest drei- bis viermal täglich lüften, und damit meine ich stoßlüften. Erzeuge dabei Durchzug, indem du Fenster und Innentüren gleichzeitig öffnest. Hierbei verhindern Türstopper oder alternativ Stühle, dass die Türen krachend wieder zuschlagen. Das Schlafzimmer lüftest du am besten vor dem Schlafengehen sowie kurz nach dem Aufstehen. Um die Luftfeuchtigkeit in Bad und Küche zu reduzieren, öffne während des Duschens bzw. Kochens die Fenster und lass sie noch eine Weile danach geöffnet. Wenn du unter Heuschnupfen oder einer Allergie leidest, solltest du in der Stadt eher morgens und auf dem Land eher abends lüften.

Nun müsstest du ausreichend Tipps erhalten haben, um für ein gutes Raumklima zu sorgen. Ich habe mir schon einen Raumluftsensor bestellt und liebäugel mit der einen oder anderen Zimmerpflanze im Baumarkt. Ob ich mir demnächst auch noch einen Raumluftfilter kaufe, hängt davon ab, wie oft mein zukünftiger Raumluftsensor Alarm schlägt.

Kurz & knapp:
Die Luft, die wir atmen, kann uns im schlimmsten Fall krank machen. Deshalb ist es wichtig, das Raumklima in den eigenen vier Wänden regelmäßig zu überprüfen. Dies geht am besten mit Raumluftsensoren und einem effizienten Lüftungsverhalten. Auch Raumluftfilter und Zimmerpflanzen können unser Raumklima verbessern und ungesunde in gesunde Luft verwandeln.

Über diesen Autor


Marc, 47, lebt in Hamburg in Hafennähe – also mitten in der City. In seinem Home Office möchte er mit Raumluftsensoren und Zimmerpflanzen für ein gesundes Raumklima sorgen.

Fotos: PheelingsMedia – stock.adobe.com, jomkwan7 – stock.adobe.com

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