IFA 2017: Unsere 5 Highlights

IFA Highlights 2017

Für unseren Blogger Marc ist die Internationale Funkausstellung (IFA) einer der Höhepunkte des Jahres. Tagelang verliert er sich in der Technikwelt von morgen, lässt sich von Messestand zu Messestand treiben, schaut sich die neuesten Produkte an und sammelt neben Broschüren und Visitenkarten auch jede Menge Eindrücke. Ein paar Tage hat Marc nach der Messe gebraucht, um sich und die vielen Erlebnisse zu sortieren (und sich mal wieder richtig auszuschlafen), aber jetzt sind sie da, unsere 5 innovativen Highlights von der IFA, die vom 1. bis 6. September in Berlin stattfand.

(Nicht nur) der Preis ist heiß

Miele Dialoggarer

Keine andere Neuheit auf der IFA beeindruckte mich so nachhaltig wie Mieles (etwas langweilig benannter) Dialoggarer. Nicht wegen seiner äußeren Werte – eigentlich sieht das Teil aus wie ein normal schicker Backofen. Aber als wir ihn das erste Mal in Action gesehen haben, war unser Heißhunger geweckt. Ein Stück Fisch wurde gegart. Zur Perfektion. In einem Eisblock! Der nicht geschmolzen ist! Nur ein Gimmick? Mitnichten. Der Ofen funktioniert mit elektromagnetischen Wellen und ist sozusagen intelligent. Das macht es auch möglich, gleichzeitig Gemüse, Fleisch und Kartoffeln zuzubereiten, das Gerät erkennt, was wann fertig ist. Mit den technischen Details wollen wir euch nicht langweilen, die findet ihr hier. Leider müssen wir (und ihr) uns noch bis zum April gedulden, dann erst kommt das Gerät in den Handel. Immerhin gibt uns das Gelegenheit, mit dem Sparen zu beginnen: Miele möchte gern 8.000 Euro für seine Küchen-Innovation. Zu teuer, um ein Hit zu werden? Das hat man über den Thermomix auch gesagt…

Fehlt nur noch die Sonne!

Zugegeben, unseren Sonnenschirm haben wir im Norden in diesem Jahr seltener aufspannen müssen, als wir gehofft hatten. Aber wir hatten ja auch keinen „Sunflower“, den wahrscheinlich ersten intelligenten Sonnenschirm, der bestimmt auch bei schlechtem Wetter Spaß macht. Besseres Wetter zaubert der leider auch nicht her, sonst kann er aber ziemlich viel: Zum Beispiel richtet er sich automatisch nach der Sonne aus, sodass wir an besonders heißen Tagen (die Süddeutschen unter euch wissen noch, was das ist) immer im Kühlung spendenden Schatten bleiben. Die Energie dafür erzeugt der Schirm selbst, dank der integrierten Solarzellen. Deshalb könnt ihr auch gleich euer Smartphone, über das ihr den Schattenspender natürlich steuern könnt, am Schirm aufladen. Auch Überwachungskamera und Boxen hat das Multitalent am Start. Der Preis ist noch unbekannt, Verkaufsstart ist 2018. Und vielleicht ist dann ja auch in Norddeutschland mal wieder Sommer? Mehr Infos: http://shadecraft.com

Smart Home: Sicherer kuscheln

Smart Home News

Geht es euch beim Thema Smart Home auch wie mir? Seid ihr einerseits fasziniert von den Möglichkeiten, habt andererseits Angst vor den Risiken? Ob die neue Reihe von Elgato sicher vor Hackerangriffen ist, konnte ich noch nicht rausfinden. Auf jeden Fall soll sie für mehr Sicherheit in eurem Zuhause sorgen. Zum Beispiel mit dem Eve Lock, das eure Türen verriegelt, nachdem ihr sie zugemacht habt, sodass ihr euch nicht mehr in der U-Bahn fragen müsst, ob ihr auch abgeschlossen habt. Oder der Eve Smoke, der euch eine Warnung aufs Smartphone schickt, wenn er Rauch entdeckt. Der Eve Window Guard wiederum sagt euch digital Bescheid, wenn jemand sich an euren Fenstern zu schaffen macht. Wer keine Angst haben muss, kann im Herbst und Winter ganz entspannt wohlige Heizungswärme auf dem Sofa genießen – dabei unterstützt euch der elegante Thermostat Eve Thermo 2, mit dem ihr eure Heizung per App steuern könnt, auch von unterwegs. Mehr über das Thema „Wie heizen wir morgen?“ lest ihr hier.

Fleck lass nach!

X-spect Scanner

Fleckenkrise vor der Waschmaschine? Welches Programm für welche Flecken? Und wie viel Grad, damit die Wäsche wirklich sauber, aber nicht kleiner wird? Wofür unsere Mütter früher noch ganze Hauswirtschaftskurse belegt haben, gibt es jetzt ein neues Gadget, den X-Spect von Bosch. Der Scanner kann mithilfe von optischen Sensoren Textilien erkennen und analysieren. Somit sagt er euch nicht nur, was ihr mal wieder beim Mittagessen auf euer Hemd gekleckert habt, sondern auch, wie ihr es am besten wascht. Der Scanner kann übrigens angeblich noch viel mehr: Zum Beispiel erkennen, ob Obst oder Eier noch genießbar sind. Klingt ein bisschen nach Science Fiction? Stimmt. Wann wir mit der Markteinführung rechnen dürfen und ob wir uns das Gerät dann überhaupt leisten können, hat Bosch auf der IFA übrigens nicht verraten.

Ein Bild von einem Plattenspieler

Vertikaler Plattenspieler Thomson

Bisher hängen an meinen Wänden jede Menge eigene Fotos, viele Bilder von Cheap-Art-Künstler 4000 und ein Fernseher. Jetzt könnte etwas Neues hinzukommen: Thomson und Bigben Interactive haben auf der IFA einen vertikalen Plattenspieler vorgestellt. Das heißt: Das schicke, schwarzweiße Teil hängt, um 90 Grad gekippt, an der Wand. Warum, wollt ihr wissen? Ganz einfach: Weil sie es können! Weil das noch niemand zuvor gemacht hat und es den Plattenspieler zum echten Hingucker macht. Auf den Sound hat das übrigens keinen Einfluss, meine Vinyl-Sammlung von US-Noiserock aus den Achtzigern und Neunzigern wird nicht besser klingen als jetzt schon. Im Januar 2018 soll der Thomson auf den Markt kommen. Ob ich zuschlage, mache ich vom Preis abhängig, der noch nicht bekannt ist. Oh, und bevor ich es vergesse: Horizontal kann man den Plattenspieler natürlich auch betreiben. Falls ich den Platz an der Wand wieder für echte Kunst brauche.

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