Herrje, wir brauchen eine neue Heizung

Auch, wenn man es im Moment noch nicht wahr haben möchte, aber wir sind im Herbst. Und nicht nur die Blätter werden bunt, auch die Temperaturen draußen sind andere als noch vor ein paar Wochen. Vorbei ist der Jahrhundertsommer mit Hitze und nächtlich aufgerissenen Fenstern. Jetzt machen wir wieder die Heizungen an, um es gemütlich und warm zu haben. Manch einer mag dabei feststellen, dass sein Modell schon ziemlich in die Jahre gekommen ist… So wie Steffen, ein Freund von MeinWohn-Bloggerin Nina. Steffen hat den Sommeranfang genutzt, um seinen Heizungskeller mal so richtig auf Vordermann zu bringen. Wie er dabei vorgegangen ist, für was er sich entschieden hat und warum er nach nur einem Anruf eine vierstellige Summe auf seinem Konto vorfand, das erzählt er uns in: Herrje, wir brauchen eine neue Heizung!

„Eigentlich gehe ich zwar relativ selten, aber regelmäßig in den Heizungskeller – letzten Winter aber irgendwie längere Zeit nicht mehr und als ich dann im April da vor dem nicht mehr ganz so schön anzusehenden Heizkessel stand, um den Sommermodus zu aktivieren, da wurde es mir klar: Hier muss sich etwas ändern. Das gute Stück ist Baujahr 1989. Natürlich hat die Ölheizung nunmehr seit fast 30 Jahren gute Dienste geleistet, das Haus war warm, das Wasser auch – aber wie lange geht das noch gut? Und passiert nicht immer dann etwas, wenn es gar nicht passt? Mein Albtraum war ja dieser hier: Weihnachten, draußen grau und nasskalt, leichter Schneefall, die Schwiegereltern zu Besuch und dann wird es langsam kalt im Haus… Nein, das wollten wir nicht erleben.

Aber nun ging es los: Die Entscheidung, dass eine neue Heizung her muss, war gefallen, doch was genau sollte in den Heizungskeller? Da hatten wir gar keine Ahnung und mussten uns erstmal informieren, was überhaupt Stand der Technik und möglich ist. Zuerst haben wir Nachbarn und Freunde gefragt, womit die so heizen und vor allem, wie zufrieden sie damit sind. Dann haben wir einschlägige Portale im Internet durchforstet und festgestellt, dass die Möglichkeiten deutlich vielfältiger sind als wir ursprünglich dachten. Von der Gasheizung bis zur elektrischen Wärmepumpe – das mussten wir erstmal alles vergleichen.“

In warmen wie in kalten Zeiten…
„In so vielen Heizungsräumen und -kellern wie in den vergangenen Wochen war ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Egal, wo wir waren, unsere erste Frage war immer die gleiche: Womit heizt ihr denn eigentlich? Unsere Freunde haben uns schon ausgelacht, aber immerhin ist es ja eine Entscheidung für länger. Da will man ja nicht jede x-beliebige Heizung in seinem Keller haben. Und zu uns passen muss sie ja auch irgendwie. Zum Beispiel haben ein paar unserer Freunde auf Holzheizungen umgestellt. Sie haben allerdings auch viel mehr Platz als wir. Wir könnten weder Pellets noch Stückholz lagern, zumindest nicht in ausreichender Menge. Andere sind an ein Nahwärmenetz angeschlossen. Auch eine Variante – nur halt nicht möglich, wenn man zu weit draußen wohnt und kein Netzanschluss zur Verfügung steht. Und wir möchten auch lieber unabhängig sein.

Also wussten wir mit der Zeit, worauf wir Wert legen: Die neue Heizung sollte sparsam sein im Verbrauch, möglichst langlebig und in der Anschaffung nicht so viel kosten. Außerdem sollte sie mit unserem Kaminofen und in absehbarer Zeit auch mit einer Solaranlage für die eigene Stromerzeugung kombinierbar und bestenfalls auch ins Smart Home-System einzubinden sein. Viele von unseren Freunden und Bekannten auf dem Land haben bereits in moderne Brennwerttechnik investiert. Die Heizungen werden mit Gas oder Heizöl betrieben und verbrauchen deutlich weniger als veraltete Modelle. Auch eine Möglichkeit, damit könnten wir unsere derzeitige Ölheizungsanlage sogar in Teilen erhalten. Unser Heizöltank ist nämlich noch gar nicht so alt, den haben die Vorbesitzer unseres Hauses kurz vor dem Verkauf an uns noch erneuert.

Alles gar nicht so einfach…. Also rein ins Internet. Beim Stöbern und Googeln sind wir auf die Seite zum Heizsystemvergleich gestoßen. Das war sehr erleuchtend für uns, so konnten wir die fünf gängigsten Systeme miteinander vergleichen und vor allem auch die Kosten abwägen. Die aus unserer Sicht bestmöglichen Varianten wollten wir dann mit professioneller Unterstützung vergleichen.

Dazu haben wir uns an zwei Heizungsbauer aus der Umgebung gewendet. Einer von beiden würde auch für den Einbau der neuen Heizung infrage kommen, daher war es uns schon wichtig, zu wissen, was sie uns empfehlen würden. Während Nummer eins ganz klar für einen Wechsel auf ein anderes System plädiert hat, riet Nummer zwei dazu, die bestehende Ölheizung zu modernisieren und den Energieträger zu behalten. Und für die Modernisierungsmaßnahme auch die zur Verfügung stehenden Fördermittel zu beantragen. Auch hat er uns von der Aktion „Besser flüssig bleiben“ erzählt. Damit würden wir von einem Fördermittel-Experten beraten, der uns dann die maximal mögliche Fördersumme ermittelt und auch die Beantragung und den ganzen Papierkram für uns übernimmt. Auch ein verlockendes Angebot – und vor allem absolut kostenlos für uns. Da mussten wir erstmal gut drüber nachdenken.“

Eine neue Heizung ist wie ein neues Leben…
„Und dann war es endlich so weit: Wir haben „ja“ gesagt. Endlich. Nach Wochen der Überlegung, Abwägung und Berechnung haben wir uns entschieden. Für eine funkelnigelnagelneue Öl-Brennwertheizung. Überzeugt haben uns die effiziente Technik, die Möglichkeit, mit unserem Holzkaminofen und zukünftig der Solaranlage auf dem Dach, erneuerbare Energien mit der Heizung zu kombinieren, und die gewohnte Langlebigkeit der Anlagen. Und nicht zuletzt die vergleichsweise geringe Investition. Wir können unseren Tank weiter nutzen, haben alle notwendigen Anschlüsse und können wie gewohnt weiterhin bei guter Preislage nachtanken. Ab sofort wird eine Tankfüllung auch länger halten, da die neue Heizung einfach viel weniger verbraucht als die alte. Wir haben uns sehr gefreut, als der Tag endlich gekommen war und der Heizungsbauer mit dem großen Transportkasten vor der Tür stand.

Der Einbau war eine saubere Sache. In rund 2 Tagen war die alte Heizung ausgetauscht und die neue betriebsbereit. Und auch der Heizungsraum wurde zum „Showroom“: das moderne Design des kompakten Heizgeräts, die neu und ausgerichtet verlegten Rohrleitungen, alle ordentlich gedämmt mit übersichtlich angeordneten Messanzeigen und nebenbei auch noch Wände und Decke frisch gestrichen. Wir waren restlos begeistert – und erstmal heiß duschen.

Und ganz wichtig, auch für die Förderung: Mit der Modernisierung wurden auch die Heizkörper im Haus Raum für Raum überprüft. Dabei haben wir uns gleich für neue Thermostatventile entschieden, drei davon sind sogar digital mit der Heizungsreglung verbunden, so dass alles automatisch optimal abgestimmt funktioniert. Wir sparen nun eine Menge Energiekosten ein, sind erstmal sicher vor hohen Reparaturkosten und haben mit den Fördergeldern auch noch eine vierstellige Summe dazu bekommen. Und es war ganz, ganz einfach am Anfang der Planung für die Heizung Fördergelder zu beantragen. Mit der Aktion „Besser flüssig bleiben“ ging das mit nur einem Anruf. Den Rest erledigten die Fördermittelexperten für uns – und zwar kostenlos. Und ungefähr zwei Monate nach der Modernisierung war das Geld von der KfW auf unserem Konto. Das war eine tolle Überraschung.

Nun läuft die neue Heizung ja schon ein paar Monate – und das völlig reibungslos. Man hört sie nicht, man riecht natürlich auch nichts, der Kessel sieht viel besser aus und dank Smart Home kann ich sie vom Handy aus steuern. Wir freuen uns jeden Tag über die Entscheidung – und jetzt auf den Winter. Dann kann das gute Stück mal so richtig loslegen! 🙂 “

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