Grüner Daumen hoch: Fünf Tipps für das eigene Gewächshaus

Wer im Glashaus sitzt … sollte dort Gemüse anpflanzen! Ein Gewächshaus im heimischen Grün ist der große Traum vieler Hobbygärtner. Einer von ihnen ist MeinWohn-Blogger Nico, der euch verrät, was ihr beim Bau unbedingt beachten solltet.

1. Alles eine Platz- und Geldfrage

Eines steht fest: der Platz, den ihr für euer Gewächshaus zur Verfügung habt. Ist euer Garten klein, bieten sich Mini-Gewächshäuser mit zwei bis drei Quadratmetern Fläche an. Solche Modelle gibt es bereits ab rund 230 Euro im Baumarkt. Größere Modelle können hingegen schon mal mehrere tausend Euro kosten.

Wer nur wenig Platz zur Verfügung hat, kann auf ein sogenanntes Anlehn-Gewächshaus zurückgreifen, das direkt an die Hauswand gebaut wird. Einige der Mini-Modelle können übrigens auch problemlos auf dem Balkon aufgebaut werden – eine gute Option für all diejenigen unter euch, die keinen eigenen Garten haben.

2. Augen auf bei der Standortwahl

Kurzer Rückblick auf Biologie, neunte Klasse: Pflanzen betreiben Photosynthese und benötigen daher Licht, um zu wachsen – und zwar viel davon. Deshalb solltet ihr euer Gewächshaus an einer Stelle aufbauen, wo die Sonne ausreichend scheint.

3. Sorgt für beste Rahmenbedingungen

Bevor es mit den Bauarbeiten losgeht, kommen wir nochmal auf den Boden der Tatsachen zurück: Jedes Gewächshaus benötigt ein gutes Fundament. Am stabilsten ist dabei Beton. Falls euch das eigenständige Betonieren zu aufwendig ist, könnt ihr auch eine Stahlkonstruktion oder Pflastersteine verwenden.

Daneben ist ein solides Rahmengerüst wichtig. Der Klassiker ist hierbei aus Holz. Vorteil: Holz ist nachhaltig, und viele mögen die rustikale Optik. Nachteil: Holz kann rissig werden oder faulen, man muss es mit Holzschutzmittel behandeln und immer mal wieder streichen. Ein Rahmen aus Aluminium oder Kunststoff ist da deutlich pflegeleichter und somit geeignet für alle, die sich weniger um das Gewächshaus kümmern wollen als um das, was in ihm wächst.

Person gießt Pflanzen im Gewächshaus
Regelmäßiges Gießen ist Pflicht – auch im Gewächshaus.

4. Gebt der Natur, was sie braucht

Für uns ist der Hochsommer eine tolle Zeit. Für viele Pflanzen bedeutet er jedoch eine Kraftanstrengung, für die sie mehr Wasser als sonst benötigen – das gilt auch für die Flora im Gewächshaus. Sorgt deshalb immer für eine ausreichende Bewässerung durch Gartenschlauch oder automatische Sprinkler-Anlage.

5. Schützt eure Pflanzen vor Wind und Wetter

Eine gute Außenabdeckung dient einerseits als Schutzschicht nach außen, gegen Regen und Kälte, andererseits sorgt sie dafür, dass genügend Wärme im Inneren des Gewächshauses bleibt. Diese beiden Kriterien sind zentral, wenn es um die Auswahl des richtigen Materials geht. Folie ist zum Beispiel die günstigste Variante, schützt jedoch die Pflanzen deutlich weniger vor den Auswüchsen schlechten Wetters. Zudem dringt im Winter zu viel Wärme durch die Folie nach außen.

Kunststoff ist hingegen ebenso wie Glas gut geeignet, die Temperatur konstant zu halten. Glasplatten haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie viel Licht hereinlassen. So gedeihen eure Blumen, tropischen Schlingpflanzen und Biokarotten optimal.

Fotos: Halfpoint – stock.adobe.com; artursfoto – stock.adobe.com

Über diesen Autor

Nico, 29, ist bekennender „Schönwettergärtner“: Wenn die Sonne scheint, genießt er die Gartenarbeit im Freien. Wenn nicht, bleibt er lieber drinnen. Das eigene Gewächshaus ist daher ein guter Kompromiss für ihn.

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