Eine für Alle(s): Ein Hoch auf die Küchenmaschine!

Kochen ist die Kunst der kleinen Schritte: Schälen, schneiden, kochen, braten – und dabei immer aufpassen, dass nichts überkocht oder anbrät. Ein echter Multitasking-Knochenjob. Das war schon früher so, als noch keiner das Wort Multitasking kannte. Als das Kochen kein Lifestyle war, sondern eine tägliche, oft lästige Pflicht. Unsere Großmütter waren daher Feuer und Flamme, als in den Fünfzigerjahren die ersten Küchenmaschinen auf den Markt kamen. Zu Beginn handelte es sich um einfache Rührgeräte, aber schon bald vereinten sie immer mehr Funktionen in einem Gerät. Bis zum modernen Thermomix, der alle möglichen Küchenarbeiten auf Knopfdruck selbst erledigt.

Heute fällt uns jedoch auf: Der aktuelle Zeitgeist mag die Küchenmaschine nicht mehr. Im Gegenteil: In Foodblogs und Magazinen wird das „Kochen wie bei Muttern“ als Gegengift zum stressigen Alltag stilisiert. Moderne Hobbyköche finden Entschleunigung beim Dampfgaren, Erleuchtung beim meditativen Zwiebelschneiden.

Dagegen wirkt die Küchenmaschine mit ihrer Ruckzuck-Fertig-Mentalität fast ein wenig altmodisch. Wir finden: zu Unrecht! Thermomix und Co haben ihre Berechtigung in der modernen Küche. Für alle, die lieber vor dem Fernseher statt vor der Bratpfanne entspannen. Für alle, die einfach nicht kochen können – und es auch nicht lernen wollen. Und natürlich für alle, denen beim Zwiebelschneiden noch nie eine Erleuchtung, aber umso häufiger die Tränen gekommen sind. Schnief!

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