Beim Sport kommt’s auf die Technik an

Dieses Jahr mache ich regelmäßig Sport.“ Kommt euch dieser Vorsatz bekannt vor? Und habt ihr euch daran gehalten…? Wussten wir es doch! Unsere Tipps zeigen: Trainieren macht Spaß – wenn ihr die richtige Technik habt. Das gilt für klassische Liegestütze im eigenen Wohnzimmer ebenso wie für neue digitale Gadgets.

Die gute Nachricht zuerst: Für ein effektives Training braucht ihr nicht unbedingt eine teure Ausrüstung. Allein mit eurem Eigengewicht könnt ihr schon jede Menge für eure Fitness tun. Klassische Crunches, Liege- oder Seitstütz, Ausfallschritt und Kniebeugen sind nur ein paar Kräftigungsübungen, die ganz ohne Hilfsmittel zu absolvieren sind. Haltung und Beweglichkeit könnt ihr ideal mit Pilates- und Yogaübungen verbessern. Dafür gibt es viele Apps – wir alle erinnern uns an die Zeit, als sämtliche Freunde und Kollegen das Sieben-Minuten-Work-out entdeckt haben.

Falls es neben einer rutschfesten Matte etwas mehr Unterstützung sein soll, dann seid ihr mit Terraband, Kurzhanteln und einer Faszienrolle gut ausgerüstet. Ist es mit eurer Kondition nicht weit her, bringt euch das gute alte Springseil auf Trab.

Fitnessgeräte gibt es auch in schick

Wenn sich jedoch schon nach wenigen Minuten die Nachbarn von unten über das Hüpfen beschweren, solltet ihr über die Anschaffung eines Hometrainers nachdenken. Leider haben diese Geräte meist zwei Nachteile: Für die normale Mietwohnung sind sie zu groß und einen Designpreis gewinnen sie in der Regel ebenfalls nicht. Eine Ausnahme: die Citta-Linie von Horizon. Die vergleichsweise stylischen Modelle sind durchweg in mattem Schwarz gehalten – eine Wohltat fürs Auge.

Ihr könnt im Homeoffice arbeiten? Prima! Mit einem optional erhältlichen Aufsatz verwandeln sich Heimtrainer und Laufband zum Schreibtisch. So bleibt ihr während der Arbeit immer in Bewegung. In die Handgriffe integrierte Sensoren messen den Pulsschlag, der Brustgurt zur Herzfrequenzmessung muss zusätzlich gekauft werden. Über die Viewfit-App (für Android und iPhone) könnt ihr eure Trainingsergebnisse tracken und auf all euren Geräten abrufen. Dank eines hydraulischen Klappmechanismus kann die Lauffläche des Laufbands einfach senkrecht hochgeklappt werden, sodass sich die Stellfläche des Geräts verringert.

Für Profi-Biker und Schönwetter-Radler

Wollt ihr erst einmal klein, aber kompakt anfangen, so ist das Foldaway-Bike von skandika das Richtige. Das faltbare Fitnessrad ist platzsparend zu verstauen und wird in der Plus-Variante samt Rückenlehne, Tablet-Halterung und Bluetooth-Verbindung angeboten.

Den Radfahrern unter euch, die ihre Ausdauer spontan und ungeachtet der Tageszeit und Witterungsverhältnisse trainieren möchten, sei ein so genannter Rollentrainer empfohlen. Hierbei spannt ihr das Hinterrad eures Bikes in eine Box, in der Schwungrad und Bremssystem integriert sind. Das Vorderrad wird über eine kleine Extrastütze gehalten – und schon radelt ihr im eigenen Wohnzimmer durch die Alpen.

Heimtraining im virtuellen Raum

Wirklich Spaß macht das Training, wenn ihr euch für ein Virtual-Reality-Modell entscheidet, zum Beispiel das i-Genius Multiplayer von Tacx. Die Leistung der bis zu 2000 Watt starken Motorbremse regelt sich dynamisch, je nach gewählter Trainingsstrecke. Der mitgelieferte BlackTrack-Lenkrahmen überträgt jede Bewegung auf den Bildschirm eures PC-Monitors. Entscheidet selbst, ob ihr überholen, umdrehen oder von der vorprogrammierten Route abweichen wollt. Kleines Manko: Die Software läuft nur unter Windows und ist nicht Mac-kompatibel.

Wollt ihr tiefer in die sportliche virtuelle Realität eintauchen, solltet ihr euch eine VR-Brille zulegen. Als Plattform dient euer Computer, da für ein raumfüllendes VR-Erlebnis eine hohe Rechnerleistung gefragt ist. Wollt ihr Virtual Reality fürs Training nutzen, müsst ihr euch in alle Richtungen im Raum frei bewegen können. Dafür sind die Oculus-Rift- sowie die HTC-Vive-Brille am besten geeignet. Fitnessspiele wie „Holopoint“ simulieren das Bogenschießen, mit „GoalkeepVR“ werdet ihr zum Manuel Neuer eures Wohnzimmers. Bei „Fastest Fists“ trainiert euch ein Bruce-Lee-Double und nach ein paar Runden „Box VR“ fühlt ihr euch wie die Boxstars Conor McGregor oder Floyd Mayweather Jr.

FKK – Freiwillige Körperkontrolle

Wer in der virtuellen Welt ins Schwitzen kommt, vergisst oft, in der realen Welt zu trinken. Das schlaue Wearable der Firma Healbe erinnert euch daran. Es heißt „GoBe2“ und misst neben dem Flüssigkeitsverbrauch automatisch und kontinuierlich eure Herzfrequenz und den Puls. Das Armband zählt jeden eurer Schritte und verrechnet die Menge der Kalorien, die ihr zu euch nehmt, mit der Kalorienanzahl, die ihr verbraucht.

Durch die Kombination der Bewegungs- und Herzfrequenzdaten ist der Minicomputer am Handgelenk in der Lage, Schlafmuster zu erkennen und darüber wiederum euer Stress-Level zu ermitteln. So viele Tracking-Möglichkeiten haben ihren Preis: Der Wearable kostet aktuell rund 250 Euro. Wem das zu teuer ist, der kann auf klassische Fitnessarmbänder mit Schrittmesser zurückgreifen, die es schon für unter 50 Euro gibt.

Sich von der App oder dem Wearable ans Training erinnern zu lassen, ist das eine. Noch smarter wird es, wenn eure Bewegungen und Körperfunktionen künftig über Sensoren im Sportschuh oder der Kleidung gemessen und kontrolliert werden. Das US-Unternehmen Sensoria hat bereits Socken damit versehen, im Frühjahr soll nun ein Laufschuh mit Sensoren in der Sohle auf den Markt kommen. Euer biometrisches Feedback kann in Echtzeit über die App abgerufen werden. Ein virtueller Coach verarbeitet die Daten und verspricht dem Läufer damit ein effizienteres Training, bei gleichzeitiger Verringerung des Verletzungsrisikos.

Namasté Mr. Robot

Ein virtueller Coach ist euch zu unpersönlich? Wie wäre es mit einem Roboter, der euch zum Sport animiert? Der „Alpha 1 Pro“ kann Liegestütz und Kopfstand und hat ein paar Yoga-Bewegungen drauf. Ihr solltet die Übungen allerdings kennen und wissen, worauf beim Training zu achten ist. Als Lehrer macht das kleine Stormtrooper-Kerlchen keine so gute Figur. Er dient eher als Work-out-Buddy, wenn ihr euch auf eurer Matte zu Hause einsam fühlt.

Der am häufigsten geäußerte Vorsatz – noch vor dem Sport – ist nach wie vor der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören. Dass das der Gesundheit und der Ausdauer nur zuträglich sein kann, steht wohl außer Frage. Wer vom Selbsthilfebuch bis zur Hypnose alles vergeblich versucht hat, dem hilft vielleicht die Android-App „Get Rich or Die Smoking“. (Alternative für iPhone-Besitzer: „QuitNow!“ oder „Rauchfrei Pro“) Sie versucht es nämlich mit dem finanziellen Aspekt. Ihr wollt euch etwas Bestimmtes kaufen oder leisten, zum Beispiel Smartphone, Sneaker, Konzertticket? Dann gebt einfach euer Wunschprodukt ein, und die App berechnet, wie viele Tage und nicht gerauchte Zigaretten es dauert, bis die betreffende Summe erreicht ist. Außerdem listet sie auf, wie sich die Tage, Wochen, Monate des Nichtrauchens positiv auf eure Gesundheit auswirken. Damit hält euch doch nun wirklich nichts mehr vom Aufhören ab!

 

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