Endlich Ordnung im Kleiderschrank: 4 Tipps für einen Schrank ohne Chaos

Ordentlich eingeräumter Schrank

Endlich Ordnung im Kleiderschrank: 4 Tipps für einen Schrank ohne Chaos
Wer kennt es nicht: Kaum ist der Kleiderschrank aufgeräumt, schon geraten Pullis und Shirts wieder durcheinander. Unsere Bloggerin Nina verrät euch, wie ihr eure Lieblingsteile am besten stapelt und welche einfachen Tricks eine nachhaltigere Ordnung garantieren.

Als Jugendliche hatte ich es nicht so mit der Ordnung. Meine Klamotten stapelten sich immer auf dem berühmt-berüchtigten Stuhl. Ein klassisches Szenario: Die Hose ist getragen, aber nicht sauber genug, um wieder in den Kleiderschrank gelegt zu werden, also landet sie auf der Lehne des Schreibtischstuhls. Nach einer Woche liegen ein ganzer Haufen Hosen und zahlreiche Kleider darauf – und das gesamte Zimmer wirkt unaufgeräumt. Im Erwachsenenalter habe ich endlich verstanden, wie gut mir Ordnung tut und welche Vorteile sie hat. Anstatt meine getragene, noch nicht dreckige Kleidung unordentlich zu stapeln, kann ich sie auch auf Kleiderbügel an eine Kleiderstange hängen. Das sieht um einiges ordentlicher aus und ist deutlich praktischer.

Das Problem mit dem Stuhl war also schnell gelöst. Nichtsdestotrotz hat es bei mir lange Zeit an Ordnung und Platz im Kleiderschrank gemangelt. Deshalb habe ich für euch ein paar Tipps und Ideen zusammengetragen, die mir geholfen haben, meinen Schrank ordentlicher zu gestalten.

Tipp Nummer 1: Die passende Struktur im Kleiderschrank

Bei der Wahl des Kleiderschranks solltet ihr immer bedenken, welche Kleidung ihr darin deponieren wollt. Habt ihr viele Kleider, Hemden, Anzüge oder Blusen? Dann benötigt ihr unbedingt eine Kleiderstange im Schrank. Oder seid ihr eher einfach gestrickt – mit Pullovern, T-Shirts und Jeans-Hosen? Dann sollte es euch nicht an Fächern dafür fehlen. Ihr müsst natürlich nicht direkt einen neuen Kleiderschrank kaufen, nur um besser Ordnung zu halten. In der Regel könnt ihr euren bisherigen Schrank für eure Bedürfnisse optimieren. Fächer, Kleiderstangen oder Schubladen lassen sich in modular aufgebauten Modellen leicht ergänzen. Solltet ihr einen antiken Schrank haben, könnt ihr mit Stoffkisten oder Plastikmodulen gut nachbessern. Diese sind ein wunderbarer Ersatz für Schrankfächer und Schubladen.

Außerdem lohnt es sich, jeder Art von Kleidung ihren festen Platz zu geben. Eine Schublade für Unterwäsche, ein Schrankfach für Pullover und so weiter und so fort. Dadurch findet ihr deutlich schneller das Kleidungsstück, das ihr gerade sucht.

Übrigens: Meine Idee mit der offen stehenden Kleiderstange im Schlafzimmer ist keine dauerhafte Alternative zu einer soliden Schrank-Lösung. Wer seine Klamotten dauerhaft offen im Raum lagert, riskiert unnötiges Einstauben oder Mottenbefall.

Tipp Nummer 2: Ausmisten und saisonal auslagern

Der einfachste Weg, um Ordnung und Platz im Kleiderschrank zu schaffen, ist der Besitz von möglichst wenig Kleidung. Nun ist Minimalismus nicht das richtige Lebenskonzept für jeden, aber zum Glück gibt es auch andere Möglichkeiten. Um regelmäßiges Ausmisten kommt ihr allerdings in keinem Fall herum. Mindestens einmal im Jahr solltet ihr euch fragen: Habe ich dieses Kleidungsstück innerhalb des letzten Jahres getragen (die Pandemie-Zeit solltet ihr davon ausnehmen, sonst bleiben bei vielen nur noch Jogginghosen im Schrank zurück… 😉)? Lautet die Antwort „nein“, könnt ihr es aussortieren – also verschenken oder verkaufen. Wegschmeißen solltet ihr wirklich nur Kleidung, die kaputt ist. Und selbst dann, gibt es kreative Ideen für die Weiterverwertung. Vielleicht lässt sich das alte Hemd noch als Lappen für dreckige Schuhe verwenden?

Darüber hinaus müssen eure Winterpullis im Sommer nicht unbedingt griffbereit im Kleiderschrank hängen. Ihr könnt sie über die warme Jahreszeit einvakuumieren oder in abgedichteten Kisten in den Keller bringen. Solltet ihr über keinen Kellerraum verfügen, gibt es die Möglichkeit die Kleidung auch unter Bett oder Sofa zu deponieren. So habt ihr nur das im Kleiderschrank, was ihr auch wirklich gerade tragt.

Unordentlicher Schrank
Ein überfüllter Kleiderschrank muss nicht sein. Mistet am besten regelmäßig aus

Tipp Nummer 3: Rollen statt falten

Marie Kondo verdanken wir zahlreiche Ideen für eine bessere Ordnung. Ihre Aufräum-Tipps können wir gut und einfach anwenden. Um Pullover, Hosen und Co. platzsparend in Schubladen, Fächern und Kisten zu verstauen, lohnt es sich, die Kleidung erst zu falten und dann zusammenzurollen. Ihr legt also beispielsweise eure Oberteile ganz gewöhnlich zusammen und rollt sie dann von unten nach oben auf. So vermeidet ihr Faltenbildung und könnt eure Kleidung platzsparend verstauen. In einer Schublade bietet es sich an, die Rollen hochkant zu lagern, während ihr sie beispielsweise im Kleiderschrankfach horizontal aufeinander stapelt. Ihr könnt damit ein bisschen herumexperimentieren und gucken, welche Kleidungsstücke ihr im Kleiderschrank am besten gerollt unterbringt.

Tipp Nummer 4: Viel getragene Kleidung griffbereit lagern

Jeder hat seine Lieblingsklamotten – und möchte sie immer schnell und unkompliziert finden. Daher benötigt die Kleidung, die wir am häufigsten tragen, ihren festen Platz im Kleiderschrank. Ein paar Beispiele: Das favorisierte Kleid im Sommer hängt immer ganz links, das am häufigsten getragene T-Shirt liegt eingerollt in der Schublade ganz vorne, ebenso wie die Lieblingsjeans. So einfach ist dieses Konzept, das ihr gut an eure Bedürfnisse anpassen könnt. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, auch mal weiter hinten in den Schrank zu schauen. Vielleicht liegt da noch das ein oder andere Kleidungsstück herum, das ihr völlig vergessen habt, aber das euch wunderbar schmeichelt. Dieses Wiederfinden ist ein genauso schönes Gefühl, wie das Kaufen eines neuen Teils im Shop.

Kurz & knapp:
Um Ordnung im Kleiderschrank zu schaffen, benötigt ihr nicht unbedingt ein neues Möbelstück im Schlafzimmer. Passt euren bisherigen Schrank einfach mit Modulen an eure Kleidung an und ordnet jedem Fach und jeder Schublade eine Art von Kleidung zu. Vergesst nicht, regelmäßig auszumisten und rollt T-Shirts und Co., anstatt sie zu falten.

ÜBER DIESEN AUTOR

Autorenportrait NIna
Nina, 41, liebt das stadtnahe Leben und das Grün auf ihrem Balkon. Als Kind war sie eher unordentlich, aber nun möchte sie die Vorteile des strukturierten Aufräumens nicht mehr missen.

 

 

 

Fotos: Africa Studio – stock.adobe.com, varandah – stock.adobe.com

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