DIY-Trends 2018 – Ein Make-over für euer Zuhause

Das Jahr 2018 ist da – und mit ihm die Wohntrends für das Jahr des Hundes. Ja, genau, laut chinesischem Horoskop beginnt ab Mitte Februar das Jahr des verlässlichen Vierbeiners. Das Tierkreiszeichen steht für Mut, Tatkraft und Kreativität, ist also wie geschaffen für Veränderung. Wer in einem der vergangenen Hunde-Jahre geboren ist, zeichnet sich durch logische Denkweise und Planungsvermögen aus. Also, nichts wie ran an Pinsel, Säge, Bohrmaschine & Co! Do it yourself liegt weiter im Trend.

Juwelen-Töne und die Farbe Lila

Die Experten des Pantone Color Institute, die obersten Hüter und Anbieter professioneller Farbstandards, bestimmen jedes Jahr eine Trendfarbe. Für 2018 lautet sie: Ultra-Violett. Ein blaubasierter Lila-Ton, der für Experimentierfreude und Unkonventionalität steht. Ein königliches Purpur, das majestätisch und hoheitsvoll wirkt, aber auch hip und funky. Mit Farben könnt ihr am einfachsten neue Akzente setzen. Nichts lässt sich vielfältiger anwenden. Vom neuen Wandanstrich über Möbel und Deko-Objekte bis zum Bodenbelag.

Außer Lila sollen sich auch sogenannte Juwelentöne wie Petrol, Smaragdgrün und Aquamarin durchsetzen. In Kombination mit schwarz-weißen Akzenten sowie Accessoires in Senf, Ocker und Gold fühlt ihr euch in die opulenten Fünfzigerjahre zurückversetzt.

Boutiquehotels wie „The Tribune“ in Rom, „Belle Juliette“ in Paris oder das „Henri Hotel“ in Hamburg bieten euch Inspiration. Zugegeben, für solche Komplett-Looks braucht man Selbstbewusstsein. Juwelentöne sind nichts für schüchterne Zeitgenossen.

DIY-Tipp: Wer (noch) nicht ganz so mutig ist, kann erst einmal einen Stuhl umlackieren oder den alten Sessel von anno dazumal neu beziehen. Ihr könnt auch dezent beginnen: eine neue Sofadecke, ein paar Kissen, bevorzugt aus flauschigem Material wie Samt, Mohair oder Pelz (natürlich keinen echten!).

Glänzende Aussichten für Metall

Wer sich bisher noch nicht zu Kupfer oder Messing durchringen konnte, wird in diesem Jahr schwach werden. Ob Pendel- oder Standleuchte, Beistelltisch oder ein Besteck-Set? (z.B. von Bloomingville, erhältlich hier) Auch wichtig: Es ist Zeit für neue Armaturen. Mischbatterien in Kupfer oder Messing sind ebenso angesagt wie Armaturen in mattem Schwarz. Sowohl in der Küche als auch im Badezimmer.

Wie ihr den Austausch des Wasserhahns hinbekommt, könnt ihr hier nachschauen:

Bei der Recherche nach Objekten aus Metall wird euch auffallen, wie oft mit Kupferrohren gearbeitet wird. Die lassen sich auch relativ einfach selbst verarbeiten, zum Beispiel als Regal, als Garderobe oder als kleiner Beistelltisch.

DIY-Tipp: Mit kupfer- oder messingfarbenem Sprühlack könnt ihr dem Kerzenständer aus Edelstahl oder dem Lampenschirm aus Aluminium im Nu einen der angesagten Metall-Looks geben.

Beton anrühren

Super cool wirken Kupfer und Messing übrigens, wenn sie mit einem weiteren Trend kombiniert werden: mit Beton. Ja, ihr habt richtig gehört: Beton, ursprünglich für die Außenkonstruktion gedacht, macht sich in der Innendekoration breit. Wer hier aufs Ganze gehen will, entscheidet sich für den Rohbau-Look und streicht seine Wände in Betonoptik. Mittlerweile haben mehrere Hersteller entsprechende Farben und Materialien im Programm. Geübte Anstreicher sollten damit keine Probleme haben. Wer unsicher ist, kann sich im Baumarkt beraten lassen und sich online Tipps holen.

Zum Herstellen von Betonobjekten, wie zum Beispiel Kerzenhaltern, Blumentöpfen, Vasen, Schalen, Buchstaben oder Namenschildern, könnt ihr im Handel eine ganze Reihe von Betonsorten finden: Fertigbeton, (Schnell-)Zement, Kreativ-Beton, Gieß-Beton. Gibt’s alles im Bastelbedarf oder Baumarkt.

Benutzt stabile, wasserfeste Formen zum Gießen: Tupperdosen, Einwegbecher, Formen aus Metall oder Silikon und PET-Flaschen eignen sich gut. Denkt daran, dass ihr für alle Hohlraum-Objekte (Vasen, Töpfe, Schalen) eine zweite Form benötigt, die ihr in die Betonmasse drückt und beschwert. Außerdem solltet ihr die Formen zuvor mit Speiseöl bepinseln, dann lösen sie sich später leichter ab.

DIY-Tipp: Beton bis zur Hälfte in ein leeres Tetrapack füllen, eine kleine PET-Flasche vorsichtig hineindrücken und warten. Ist der Beton ausgehärtet, könnt ihr die Formen ablösen. Ganz nach dem Motto

„Das Runde muss ins Eckige“

ist sie fertig – die außen eckige, innen runde Vase.

Upycling: Aus Alt mach’ Neu

Upcycling ist eine Form des Recyling. Man gibt alten, unbrauchbar gewordenen Gegenständen durch ein paar Veränderungen eine zweite Chance. Doch anders als beim Recycling, wo der Wertstoff des Produkts meist an Qualität verliert, entsteht beim Upcycling ein mindestens gleichwertiges, wenn nicht sogar ein höherwertiges Produkt. Mit ein bisschen Kreativität lässt sich so gut wie alles upcyclen.

Nehmt etwa einen hübsch beschrifteten Reissack. Okay, wenn der irgendwo in China umfällt, ist es uns egal, aber ist er leer, kann man ihn zu einem 1A-Pflanzentopf umgestalten. Einfach mit Erde füllen und Stauden oder Blumensamen einpflanzen. Anschließend noch ein paar Löcher hineinpieksen, sodass Wasser und Luft entweichen können.

Ihr könnt häkeln? Dann schenkt doch euren alten Plastiktüten ein neues Leben als Badezimmerteppich oder originelle Tasche. Ihr müsst die Tüten allerdings erst in Streifen schneiden und miteinander verknoten, um sie in Häkelgarn zu verwandeln.

DIY-Tipp: Was tun mit der alten Fahrradfelge? Sie lässt sich, mit Sprühlack veredelt und an die Wand gehängt, prima als Pinnwand verwenden. Bilder und Notizen werden mit Holzklammern oder Fotoklemmen an den Speichen befestigt. Legt ihr stattdessen einen LED-Streifen um die Felge, habt ihr im Nu eine Leuchte.

Grünes Wohnen

Und weil wir eben von Pflanzen gesprochen haben: Urban Gardening beschränkt sich nicht mehr länger auf Balkons und Flachdächer. Obwohl nicht jeder Grünpflanzen in der Wohnung mag, erleben sie ein überraschendes Comeback. Doch vergesst die vor sich hintrocknende Yucca-Palme und den Gummibaum, der in der Wohnzimmerecke eurer Eltern sein trauriges Dasein fristete. Zu den angesagten Grünpflanzen zählt in diesem Jahr der Drachenbaum. Er soll belebend wirken und Energie spenden – behauptet zumindest die chinesische Harmonielehre.

Außerdem setzen Pflanzen mit gemusterten Blättern ein grünes Statement, wie etwa der Pfeilwurz (auch Mantara genannt) oder Alokasia-Sorten. Ebenfalls im Trend: der Elefantenfuß.

DIY-Tipp: Ihr wollt partout keine Blumentöpfe in der Wohnung? Dann könnte das Glas-Terrarium ein Kompromiss sein. Nehmt ein eckiges oder rundes Gefäß (z. B. ein Goldfischglas) mit dem Volumen eurer Wahl. Füllt es mit etwas Pflanzgranulat, Aktivkohle und Erde. Dann setzt ihr kleine Pflanzen, die nicht viel Feuchtigkeit benötigen hinein. Geeignet sind Kakteen, Sukkulenten und Moose.

Sonst noch was?

Außerdem geht der Blick in diesem Jahr nach oben. Die Deckengestaltung rückt nämlich nach Jahrzehnten wieder ins Blickfeld. Auch hier gilt: Nicht kleckern, sondern klotzen. Will heißen, den Mutigen gehört der Style-Award. Gemusterte Tapeten und farbige Muster oder die Wiederkehr von Stuck und Rosetten. Alles ist erlaubt! Das Tapezieren und Streichen dürfte für den geübten Hobby-Handwerker kein Problem darstellen, und auch das Anbringen von Stuckelementen – die es in großer Auswahl in jedem Baumarkt gibt – ist sicher keine große Herausforderung. Für diesen Trend braucht ihr keine Altbauwohnung. Und noch ein Tipp für eure Wände: Wenn es keine der majestätisch-kräftigen Farben sein soll oder ihr euch für den Beton-Anstrich entscheidet, dann sollten auf jeden Fall Bilder und Fotos an die Wand – nackt geht gar nicht. Hier heißt der Trend: je größer, desto besser. Also entscheidet euch für einen überdimensionalen Fotoabzug anstatt für viele kleine Motive. Das muss übrigens gar nicht teuer sein, wie wir euch in unserem Artikel über Cheap Art verraten.

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2 Kommentare

  1. Danke für die Tipps zum Make-over des Eigenheims. Die Farbe Lila ist nicht unbedingt mein Fall, allerdings klingen die sogenannte Juwelentöne wie Petrol, Smaragdgrün und Aquamarin wirklich fabelhaft. Ich würde die Farben gerne online bestellen, irgendwelche Tipps?

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