Ob früher alles besser oder schlechter war, wissen wir nicht. Auf jeden Fall war vieles anstrengender – zum Beispiel das Rasenmähen. Bis zum 19. Jahrhundert mussten die Menschen dafür stundenlang die Sense schwingen – so richtig mit Muskelkraft. Von diesem schweißtreibenden Fitness-Workout wurden sie erst durch den Engländer Edwin Beard Budding erlöst, der 1827 den ersten Rasenmäher erfand.

Seitdem wurde die Rasenpflege immer einfacher und bequemer. Heute ist der Rasenmäher nicht mehr nur ein praktisches Gartengerät, sondern für viele (vor allem männliche) Zeitgenossen ein Statussymbol: mein Haus, mein Auto, mein Rasenmäher. Wer sich besonders stark von seinen Nachbarn abheben will, bleibt beim Mähen demonstrativ sitzen: Auf sogenannten Rasentraktoren fühlt sich der moderne Rasenmähermann wie ein König auf seinem Thron. Ein stilechter Sportwagensitz verleiht ihm dabei häufig eine besonders royale Aura.

Aber auch für totale Gartenarbeitsverweigerer bricht gerade eine gute Zeit an. Der Grund: Mäh-Roboter, die das Gras selbstständig einen Kopf kürzer machen. Das spart uns Zeit für andere, wichtige Dinge – zum Beispiel für ein schweißtreibendes Workout im Fitnessstudio.

 

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