Der erste Kontakt – Das sind die Hightech-Wohntrends 2018

2017 war das Jahr, in dem Smart Home endlich Realität wurde – dank sprachgesteuerter Systeme wie Amazon Echo oder Google Home. 2018 wird das Jahr, in dem wir über unseren Schatten springen und uns echte Smart-Home-Technologie zulegen. Hier die Hightech-Gadgets, auf die wir uns besonders freuen. 

„Ok Google“, „Alexa“ und bald „Hey Siri“: Das sind die Befehle, die 2018 oft durch deutsche Wohnzimmer schallen werden, gefolgt von Anweisungen wie

„Bestell mir eine Pizza“ oder „Fahr die Heizung im Wohnzimmer hoch“.

Die Antworten geben smarte Lautsprecher von Google, Amazon und Apple. Dabei ist Google Home dank der Suchmaschine im Hintergrund bei Wissensfragen und Informationen besonders stark. Amazons Echo wiederum ist mit vielen Drittanbietern verbandelt und so viel flexibler bei praktischen Anwendungen wie der Lichtsteuerung. Heute schon sind die Geräte bei keiner Frage verlegen und haben sogar (schlechte) Witze auf Lager. Wer hätte etwa gedacht, dass Amazons Echo skurrile Fragen beantworten kann wie: „Wo ist Chuck Norris?“

Ein Roboter sieht Rosa

Zum Glück jedoch werden wir im Smart Home nicht mit den Erfindungen amerikanischer Großkonzerne alleingelassen. Wer Google, Amazon oder Apple nicht in sein Heim lassen will, der akzeptiert vielleicht einen kleinen japanischen Hund in den eigenen vier Wänden. Als Sony 1999 den Roboterhund AIBO auf den Markt brachte, waren die ersten 3.000 Stück für den japanischen Markt in 20 Minuten ausverkauft. In den USA dauerte es vier Tage, um 2.000 AIBOs an den Mann (beziehungsweise das Kind) zu bringen.

Einige Updates später wurde die Produktion trotzdem eingestellt, seitdem entwickelte sich im Internet eine knallharte Fangemeinde, die jetzt jubeln kann: 2018 kommt der neue AIBO! Der alte „Artificial Intelligence roBOt“ lernte dazu, wenn man sich mit ihm beschäftigte, und hörte auf seinen Namen. Dank Quantensprüngen in Chiptechnologie und künstlicher Intelligenz dürfen wir vom neuen Robohund viel mehr erwarten. Natürlich kommuniziert er jetzt mit anderen Smart-Home-Geräten, ähnlich wie Google Echo und Co, macht Fotos und kümmert sich um die Sicherheit zu Hause. Er erkennt unsere Gesichter und lässt sich streicheln. Und, wieso auch immer, er liebt die Farbe Rosa.

Mit Verspätung kommt Apples Home Pod

Amazon ist derzeit der absolute Marktführer bei smarten Lautsprechern. 44 Prozent der Menschen, die sich ein solches Gerät zugelegt haben, entschieden sich für einen Echo. Google ist dabei, mit dem Mini aufzuholen. Neu im Rennen in 2018: das Apple Home Pod. Eigentlich schon für Weihnachten 2017 geplant, soll es im Frühjahr so weit sein. Die Chancen stehen nicht schlecht, immerhin war Apple mit der Sprachassistentin Siri bei Smartphones der Vorreiter.

Aber kann Apple zwei Jahre Vorsprung von Amazon wirklich aufholen? Schließlich sind die Ingenieure der Firma dafür bekannt, dass ihre Produkte exklusiv im Apple-Universum funktionieren. Bei Smart Homes ist jedoch eine Öffnung für externe Anbieter von Technologien wie Thermostaten und Lichtanlagen Pflicht.

Fenster in die Zukunft

Eine heile Welt mit stets der genau richtigen Menge an Luft und Licht verspricht ein deutscher Hersteller. Das kluge Kippfenster Velux Active mit der Sensoren-Technologie Netatmo misst bald Tageslicht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit in unseren Wohnungen und passt die Öffnung des Fensters an. Duschdampf zieht vom Bad ins Wohnzimmer? Das Fenster öffnet sich. Die Sonne brennt aufs Bett beim Mittagsschlaf? Automatisch fahren die Rollläden herunter. Per App sind diese Anwendungen natürlich auch von unterwegs aus möglich. Wir freuen uns auf ein besseres Klima zu Hause!

Vielleicht öffnet das System auch die Fenster, wenn wir zu viel Zeit mit dem Sportprogramm unserer Virtual-Reality-Brille verbringen? Das könnte 2018 öfters passieren, weil endlich eine neue Version der bislang wohl besten VR-Technologie auf den Markt kommt. Anders als Konkurrenzmodelle verfügt die Vive von HTC nicht nur über eine VR-Brille mit Bewegungssensoren, sondern auch über externe Messgeräte, die registrieren, wenn wir uns mit der Brille im Raum bewegen, sowie Handgriffe, die Interaktionen in der Anwendung möglich machen. Die neue Version, die HTC Vive 2 Oasis, ist jetzt endlich kabellos und kommt vielleicht sogar mit coolen Handschuh-Sensoren statt der bisherigen Halter.

Eine Mikrowelle, die für Kälte sorgt

Bei automatisch geöffneten Flächenfenstern genießen wir die coole Brise nach dem Ausflug in die virtuelle Welt – und vielleicht ein paar schockgefrorene Früchte aus der Mikrowelle. Der Mikrowelle? Ja, auch das ist 2018 möglich. Frigondas heißt das Wundergerät, das sowohl erwärmen als auch gefrieren kann. Entwickelt wurde es von Spaniern, deshalb der Namensmix aus „frigorífico“ (Kühlschrank) und „microondas“ (Mikrowelle).

Das Ganze sieht aus wie eine normale Mikrowelle. Drückt man auf einen speziellen Knopf, startet der Blast Chiller! Chefköche lieben ihn, da er Essen so schnell abkühlen und gefrieren lässt, dass es weniger Wasserverlust als in der Gefriertruhe gibt. So schmeckt Obst wesentlich frischer, wenn es aufgetaut wird. Wann das geniale Kombi-Gerät genau auf den Markt kommt, ist leider noch offen. Wir hoffen: noch vor den Sommermonaten, denn Frigondas kann ein Bier in sechs Minuten auf zwei Grad Celsius kühlen!

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