Blogovela: The Tomato-Diaries Teil I

Mein-Wohn-Bloggerin Tine ist seit fünf Jahren stolze Hausbesitzerin, hat bis dahin aber eine Menge Hochs und Tiefs auf dem Weg zum und beim Hauskauf erlebt. In den kommenden Wochen gibt es Auszüge aus ihrem Tagebuch, das sie während der langen Suche nach dem Traumhaus geführt hat. Immer mit von der Partie: ihr Mann, die kleine sehr brave Tochter, der noch kleinere sehr freche Sohn und ein einsamer Tomatenstrauch, der sich nach Gesellschaft sehnt!

SONNTAG, 29. August 2010
Gestern Abend auf dem Balkon gesessen und mal wieder kam das Thema darauf, dass das Herzblatt irgendwann aufs Land ziehen will. Für ihn ist das alles schon ganz klar: wir heiraten, kaufen einen alten Hof, renovieren den, bekommen dann erst zwei Kinder und später auch einen Hund!
Aber kann ich das überhaupt? Ich, DER Stadtmensch soll aufs Land? Hier auf St. Pauli mitten in Hamburg kann ich mir nachts um drei völlig problemlos ein „Ben & Jerry´s“ holen. Und wenn wir Sonntagsmittags mit der Jogginghose Brötchen holen, dann interessiert das keinen – und es ist hier eigentlich auch völlig normal. Aber auf dem Land? Da müssen wir dann in den Schützenverein eintreten und alle Nachbarn wissen, was es bei uns zum Mittagessen gab.
Andererseits, wenn ich mir unsere Tomatenpflanze auf dem Balkon so angucke, die sieht schon verhältnismäßig traurig aus. Und wenn wir einen Garten hätten, müsste das Herzblatt sie im Winter auch nicht immer so weit zurückschneiden, dass nur ein einsamer Strang zurückbleibt.
Und wenn wir dann tatsächlich doch ein Kind bekommen, puh… Keine Ahnung! Es wäre schon toll, wenn das Kleine dann vielleicht auch mit einem Garten aufwachsen könnte. Das waren doch immer meine schönsten Ferien, wenn wir bei Tante Monika und Onkel Horst waren, den ganzen Tag lang draußen getobt haben und Onkel Horst am Ende mit mir im Garten gezeltet hat. Mama und Paps, die alten Stadtneurotiker, hätten das NIE gemacht!
Aber wie stellt das Herzblatt sich das dann mit dem Arbeiten vor? Klar, er als Selbstständiger kann dann da arbeiten, wo wir wohnen - aber ich? Ich müsste jeden Tag in die Stadt pendeln und lange Strecken mit der Bahn fahren.
Treffe mich gleich eh mit Andrea, mal hören, wie sie das sieht.

SONNTAG, 29. August 2010 spätabends
Andrea ist einfach klasse und immer so schön praktisch! Sie hat mir den Tipp gegeben, einfach mal bei den Immobilienbörsen im Netz einen Suchagenten einzurichten. Das Herzblatt und ich haben uns dann eben hingesetzt und tatsächlich einfach mal geguckt: Es ist ja verrückt, was alte Höfe so kosten!! Wir konnten es gar nicht glauben. Und wissen auch gar nicht mehr, ob wir uns so ein Haus dann überhaupt leisten können. Bisher habe ich mir gar nicht so genau überlegt, wie das mit so einer Finanzierung überhaupt läuft. Wieviel Eigenkapital braucht man denn? Und gibt uns eine Bank überhaupt so viel Geld? Da muss ich mich die nächsten Tage unbedingt mal schlau machen.

Der nächste Auszug aus den Tomato-Diaries kommt bald!

Über diesen Autor

Tine, 37, lebt mit ihrem Herzblatt und zwei Kindern auf dem Land! Wenn sie genug gespart hat, findet hoffentlich das ein oder andere Smart-Home-Gadget seinen Platz in ihrem Haushalt.

 

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