Blogovela: The Tomato-Diaries Teil II

Mein-Wohn-Bloggerin Tine ist seit mittlerweile fünf Jahren stolze Hausbesitzerin und wohnt mit Ihrem Mann und den zwei Kindern auf dem Land, Bis dahin war es aber ein weiter Weg und sie hat eine Menge Hochs und Tiefs beim Hauskauf erlebt, von denen sie hier mit Auszügen aus ihrem Tagebuch berichtet. Der erste Teil des Blogs erzählt davon, wie sie sich - damals noch unverheiratet und kinderlos – erste Gedanken zum Hauskauf und der gesamten Familienplanung macht. Im zweiten Teil geht es diesmal um die ersten konkreten Gedanken und Schritte zum Traumhaus.

MITTWOCH, 1. September 2010
Das mit dem Hauskauf ist ja echt viel umfangreicher als ich mir das so vorgestellt hatte! Was man da alles bedenken muss. Allein die Vielzahl an Hausarten, die es so gibt: Einzelhaus, Doppelhaushälfte, Bungalow, Bauernhaus, Resthof... Und dann noch die Überlegung, ob der erträumte Altbau tatsächlich so toll ist. Das bedeutet ja nicht nur hohe Decken, große Wohnküche mit Jugendstil-Fliesen und alte Dielen, sondern eben auch: dunkelgrünes Horror-Bad, zugige Fenster und eine uralte Heizung. Alles was die Suchagenten bisher ausgespuckt haben, war nicht so supertoll.
Hab vorhin die letzten vier Tomaten begutachtet… Die sind immer noch grün. 🙁 Das Herzblatt kümmert sich im Moment gar nicht um die Pflanze, das bleibt alles an mir hängen! Hab irgendwie den Eindruck, dass er im Moment ständig mit was anderem beschäftigt ist... Also hab ich gerade mal gegoogelt: entweder ich schneide die neu kommenden Blüten jetzt rigoros zurück und decke die Pflanze ab, so dass die letzten vier Früchte noch die ganzen Nährstoffe bekommen oder ich ernte die grün ab und lass sie dann in Zeitungspapier nachreifen. Mittlerweile glaub ich, dass der ganze Aufwand mit dem Überwintern auch Unsinn ist und wir lieber im Frühjahr eine neue Pflanze anschaffen sollten. Wobei, ob wir dann noch das Geld dafür haben?? 😉

Die Recherchen zu der Hausfinanzierung machen mir ja mittlerweile fast ein bisschen Angst. Klar, ich hab eine Festanstellung, aber beim Herzblatt kann man sich ja nie 100-prozentig sicher sein, wie es als Selbstständiger so läuft. Und wenn wir dann noch ein Kind haben… Im Moment les ich zwar überall, dass die Zinsen so günstig sind und man unbedingt schnell eine Finanzierung mit den guten Konditionen abschließen soll, aber wir sind ja auch keine zwanzig mehr. Und ich will eigentlich nicht noch den Kredit abzahlen, wenn ich schon in Rente bin… Und dann hab ich auch immer noch nicht verstanden, wie das praktisch genau laufen soll: Als ich bei meiner Bank angerufen hab und einen Termin zur Beratung vereinbaren wollte, haben die mir gesagt, ich soll vorab schon mal das Exposé des Objekts schicken. Als ich dann gesagt hab, dass wir uns nur mal unverbindlich vorab informieren wollen, haben die mir gar keinen Termin gegeben. Aber wie teuer darf ein Haus denn dann sein? Was können wir uns WIRKLICH leisten? Reicht unser Eigenkapital? Die Fragen kann uns irgendwie niemand so richtig beantworten... Aber zumindest hab ich jetzt schon mal herausgefunden, dass wir uns als unverheiratetes Paar noch extra absichern sollten. Als ich das dem Herzblatt erzählt hab, hat er mir vorgeworfen, dass ich das alles zu verbissen sehe und hat gesagt, dass ich mir nicht jetzt schon Gedanken über ungelegte Eier machen soll… Das ist wieder so typisch! Ich versuche alles zu planen und im Voraus zu bedenken und er findet, ich übertreibe.
Da wir mit dem ewigen Aufschieben aber auch nicht weiterkommen, hatte Andrea jetzt noch eine tolle Idee: die Verbraucherzentrale! Da kann man sich tatsächlich auch zum Hauskauf beraten lassen – das hat Andrea damals vor ihrem Wohnungskauf auch gemacht. Ich habe jetzt einfach mal einen Termin für nächsten Dienstag vereinbart. Tja, Herzblatt. Da wirst Du mitmüssen. 😉 Mal sehen, ob uns das Gespräch zur „Immobilienfinanzierung ohne Trauschein“ weiterbringt?!? Danach sollten wir ja wissen, in welcher Reihenfolge Haus finden, Finanzierung klären, Gutachter bestellen und alles andere zu erledigen ist. Ansonsten sollten wir vielleicht auch einfach mal einen Besichtigungstermin vereinbaren. Im Internet liest man überall, dass man dabei am meisten lernt. Werde das dem Herzblatt nachher mal vorschlagen.

Der nächste Auszug aus den Tomato-Diaries kommt bald!

Über diesen Autor

Tine, 37, lebt mit ihrem Herzblatt und zwei Kindern auf dem Land! Wenn sie genug gespart hat, findet hoffentlich das ein oder andere Smart-Home-Gadget seinen Platz in ihrem Haushalt.

 

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