Mehr als ordentlich: Sieben gute Aufräumtipps

Aufräumen ist eine Kunst für sich – wenn man es richtig macht. Aber was heißt überhaupt richtig? MeinWohn-Bloggerin Nina zeigt euch, wie ihr beim Entrümpeln zielgerichtet und effizient vorgeht, um Zeit und Nerven zu sparen.

„Räum dein Zimmer auf“: Als Kind habe ich diesen Satz meiner Eltern immer gehasst. Schließlich war mein geliebtes kreatives Kinderzimmerchaos in Gefahr, und ich hatte weniger Zeit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens – wie Spielen. Als Erwachsene weiß ich es besser: Ab und zu muss man dem heimischen Chaos Grenzen aufzeigen. Damit aber die eigene Laune nicht sofort in den Keller geht, solltet ihr zielgerichtet vorgehen. Hier sind sieben Tipps, mit denen das gelingt:

1. Setzt euch realistische Ziele

Ganz wichtig: Überfordert euch nicht! Das fängt damit an, dass ihr euch Ziele setzt, die wirklich erreichbar sind. Der Anspruch, an einem Samstag gleich das gesamte Haus aufzuräumen, erfordert viel Disziplin – oder ihr bleibt irgendwann frustriert auf der Strecke. Besser: Setzt euch bescheidene Ziele und geht thematisch vor. Zum Beispiel, indem ihr zuerst einmal die Schubladen im Wohnzimmer fein säuberlich ausmistet.

Sobald ihr damit fertig seid, habt ihr das Gefühl, etwas geschafft zu haben, und der Körper bekommt einen kleinen Endorphin-Schub – was euch im besten Fall dazu motiviert, im Anschluss gleich noch den Esszimmerschrank zu entrümpeln.

Ooom! Die eigene Mitte findet man besser, wenn es zu Hause ordentlich ist.

2. Küche: Die Hochstapler-Methode

Ein ordentlich aufgeräumtes Küchenregal hat nicht nur den Vorteil, dass ihr Teller, Tassen und Co immer schnell griffbereit habt – es wirkt auch optisch deutlich schöner. Achtet deshalb darauf, dass das Regal nicht zu überladen ist und räumt Gegenstände, die ihr nur selten nutzt, in den Keller. Um Platz zu sparen, lohnt es sich zudem, ineinander passende Schüsseln oder Töpfe zu stapeln – so bleibt genügend Zwischenraum für hübsche Deko-Elemente.

3. Wohnzimmer: Houston, wir haben ein System!

Effizient aufräumen heißt systematisch aufräumen. Dafür bietet es sich an, drei Kartons aufzustellen, in die ihr unterschiedliche Gegenstände einsortiert: Einen Behälter für die Dinge, die ihr aufbewahren wollt, einen für die, die ihr loswerden möchtet – und einen „Vielleicht“-Karton mit all den Dingen, bei denen ihr euch nicht ganz sicher seid. Vorteil dieser Methode: Ihr könnt zielgerichtet und schnell drauflos sortieren und behaltet stets den Überblick.

Frau wirft Kleidungsstücke aufs Bett.
Für den ersten Überblick ist es ratsam, alle Kleidungsstücke auf einen Stoß zu werfen.

4. Schlafzimmer: Alles auf einen Haufen

Im Kleiderschrank finden sich oft einige Stücke, die man schon seit Jahren nicht mehr angezogen hat. Laut der japanischen Bestsellerautorin und „Aufräum-Queen“ Marie Kondō solltet ihr beim Ausmisten erst einmal alle Klamotten auf einen Haufen werfen und danach für jedes einzelne Stück entscheiden, ob ihr es wirklich noch tragen wollt. Noch wichtiger ist jedoch Kondos zweiter Tipp: Wenn es wieder ans Einräumen geht, solltet ihr die Kleider möglichst platzsparend falten. Wie das funktioniert, seht ihr hier:

5. Jetzt heißt es: Abschied nehmen…

Danach geht es konkret ans Ausmisten. Bei jeder ordentlichen Entrümpelungsaktion fällt eine Menge Müll an, den ihr entsorgen müsst: Papier in die blaue, Plastik in die gelbe Tonne, Elektrogeräte auf den Wertstoffhof und Kleidung, so sie noch in Ordnung ist, in die Altkleidersammlung. Gerade im Vielleicht-Karton finden sich häufig überschüssige Gegenstände, die noch voll funktionsfähig sind – und für die ihr auf dem Flohmarkt, im Second-Hand-Laden oder auf einer Online-Börse im besten Fall Geld kriegt.

6. Schafft neue Räume

Um die neue Ordnung langfristig zu bewahren, hilft euch zusätzlicher Stauraum. Und von dem habt ihr oft mehr, als ihr denkt. Zum Beispiel unter dem Bett: In einem rollbaren Bettkasten lassen sich einige Besitztümer problemlos verstauen. Das Gleiche gilt für den Dachboden: Unter der Dachschräge ist meistens noch Platz für ein kleines Regal oder einen Schuhschrank – so nutzt ihr den gesamten Wohnraum optimal aus.

7. Zum Schluss: Wenn es mal schnell gehen muss…

Peinliche Situation: In einer halben Stunde kommen die Gäste, aber zu Hause ist noch nicht aufgeräumt! In solchen Fällen solltet ihr euch auf das Wesentliche beschränken. Klemmt euch einen Wäschekorb unter den Arm und macht einen Rundgang durch das Haus. In den Korb packt ihr all die Dinge hinein, die auf dem Boden oder Tischen herumliegen. Habt ihr danach noch Zeit, könnt ihr sie ordentlich aufräumen. Wenn nicht, stellt ihr den gesamten Chaos-Korb einfach irgendwohin, wo ihn kein Gast zu sehen bekommt.

Fotos: Lumina Images – stock.adobe.com; aleutie – stock.adobe.com; DeinGlücksmoment – stock.adobe.com

Über diesen Autor

In ihrem Kinderzimmer ist Nina regelmäßig im Chaos versunken. Heute räumt sie regelmäßig auf, damit es gar nicht mehr so weit kommt und entrümpelt mit „System“.

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