Altes Haus, moderne Heizungstechnik: Wie Familie Seidel die Energiewende lebt

Vor fünf Jahren hat sich die vierköpfige Familie Seidel einen lang gehegten Traum erfüllt und ein 160 Quadratmeter großes Satteldachhaus in der beschaulichen Gemeinde Wedemark bei Hannover erstanden. Da das alte Haus in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei Weitem nicht den gegenwärtigen Standards entspricht, soll das Objekt generalüberholt werden. Unser Blogger Nico hat sich mit Herrn Seidel unterhalten und dabei erfahren, dass gerade ein wichtiger Meilenstein erreicht worden ist: Die alte Ölheizung ist endlich einer hocheffizienten Öl-Brennwertheizung gewichen. Und genau diese Maßnahme machte die Familie zu Teilnehmern an der Pilotinitiative „future:fuels@work“, mit der sie jetzt das Heizöl von morgen im Tank haben.

Carsten Seidel ist Kaufmann und auch im Privaten immer darauf bedacht, Kosten und Nutzen miteinander abzuwägen. Seit er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in das in die Jahre gekommene Haus gezogen ist, trieb ihm besonders ein Raum die Sorgenfalten auf die Stirn. Der Heizungskeller beherbergte ein altes Heizungssystem, das zu seinem Entsetzen die Nebenkosten explodieren ließ: „Die Energiekosten sind bei einem Haus mit so hohem Renovierungsverzug beachtlich.“

Fünf Jahre lang hat Familie Seidel mit der Angst gelebt, dass die veraltete Heizung plötzlich den Geist aufgeben könnte. Besonders im Winter wäre ein Ausfall fatal gewesen. „Wir haben zwar einen Kamin im Wohnzimmer, wir hätten also heizen können, doch wenn kein Warmwasser zur Verfügung steht, dann hört der Spaß auf“, erzählt Carsten Seidel. Dass ein neues Heizungssystem hermusste, stand also außer Frage. Doch welche Heizung sollte es werden? Das breite Angebot an Heizungssystemen und die einsetzbaren Brennstoffe machten die Entscheidung nicht leicht.

Modernisieren mit Öl-Brennwerttechnik: „Das rechnet sich einfach“

Im Gegensatz zu früher gibt es heutzutage nicht nur Öl- und Gasheizungen, sondern eine Fülle an Versorgungsmöglichkeiten. Mit der Energiewende haben sich unterschiedliche Systeme wie Wärmepumpen oder auch Holzheizungen ihren Weg auf den deutschen Markt gebahnt. „Es war von vornherein klar, dass wir bei einer Ölheizung bleiben werden. Wir können die Brennstoffe bevorraten. Wenn’s günstig ist, dann kaufen wir“, freut sich Carsten Seidel. „Die Öl-Brennwerttechnik ist dabei eine bewiesenermaßen solide und etablierte Methode; das rechnet sich einfach. Wir sparen schon jetzt 15 bis 20 Prozent ein.“

Nach der Modernisierung: Die neue Heizung und der neue Tank reduzieren laufende Kosten für Wärme und Strom sowie Treibhausgasemissionen.

 

Reibungsloser Austausch in weniger als einer Woche

Im April 2021 war es dann so weit: Die Tank- und Heizungsspezialisten haben binnen sechs Tagen , die  Heizung ausgebaut und den neuen Tank und die effiziente Öl-Brennwertheizung im Keller installiert. Während der Modernisierungsarbeiten konnte Familie Seidel das Haus weiterhin bewohnen: „Wir können uns überhaupt nicht beschweren, das ging sehr professionell vonstatten.“ Carsten Seidel ist glücklich, dass er sich fortan keine Gedanken mehr um seine Wärmeversorgung machen muss. Die Anlage „läuft einwandfrei“ und er braucht auch nicht mehr täglich im Keller nachzusehen, ob alles funktioniert. Auch die automatische Heizungs- und Temperaturregelung überzeugt: „Das Programmieren war so einfach, dass sogar ich das verstanden habe!“

Das Herzstück der Heizung: Öltank mit klimafreundlichem Heizöl

Nachdem klar war, dass die Familie ihre Heizung mit effizienter Öl-Brennwerttechnik modernisiert, wurde sie vom Heizungsbauer auf die IWO-Pilotinitiative „future:fuels@work“ hingewiesen – und hat sich sofort um die Teilnahme beworben. Mit Erfolg: Die Seidels wurden angenommen und bekamen als erste Tankfüllung nach der Modernisierung 2.000 Liter „grünes“ Heizöl zu Sonderkonditionen geliefert.  Dieser alternative Brennstoff besteht aus einem Gemisch aus hochwertigem Premium-Heizöl und einer klimaschonenden Komponente aus biobasierten Reststoffen wie Altfetten, Pflanzen- und Holzabfällen. Diese treibhausgasreduzierten Fuels  – auch unter dem Namen „Future Fuels“ bekannt – sind von höchster Produktqualität und als Beimischung bis hin zur Reinform einsetzbar. In dem Brennstoffmix für die Aktion „future:fuels@work“ reduziert sich der CO2-Ausstoß  um zusätzliche 25 Prozent. Das zahlt sich nicht nur für Familie Seidel, sondern auch für den Klimaschutz aus.

Anlieferung der Future Fuels, durch die sich CO2-Emissionen um 25 Prozent reduzieren lassen

 

Der perfekte Energie-Mix: Brennwertheizung und Solarthermie

Mit dem Austausch der alten Ölheizung und dem Umstieg auf die Future Fuels haben die Seidels bereits einen elementaren Schritt ihres Modernisierungsvorhabens in die Tat umgesetzt. Auf ihrer To-Do-Liste stehen aber noch eine Handvoll weiterer energetischer Sanierungsmaßnahmen. Die Wärmedämmung an der Fassade ihres Hauses soll verbessert werden. Dieser Sanierungsschritt senkt die Energiekosten um weitere 10 Prozent. Die auf dem Vordach installierte Photovoltaikanlage produziert mit 2,5 Kilowatt Spitzenleistung schon jetzt etwa 2500 Kilowattstunden emissionsfreien Strom. Demnächst wird die Anlage noch ausgebaut, was die Stromproduktion um zusätzliche 50 Prozent steigern soll. Zu guter Letzt sorgen zukünftig neue Türrahmen und Fenster für ein rundum modernisiertes und kosteneinsparendes Eigenheim. „Die Energiewende setze ich an und in meinem eigenen Haus gern um. Aber die Maßnahmen müssen für mich sinnvoll sein“, erklärt Carsten Seidel. Die Umbauarbeiten kämen nicht nur ihm zugute, sondern auch seinen Kindern. Irgendwann werden sie das Haus erben – um die Nebenkosten und den ökologischen Fußabdruck muss sich der Nachwuchs dann erstmal keine Gedanken mehr machen.

Kurz & knapp:
Für jeden Hauseigentümer, der eine vergleichsweise kostengünstige und gleichermaßen klimaschonende Modernisierung anstrebt, ist die effiziente Öl-Brennwerttechnik eine Überlegung wert. Für Familie Seidel hält der flüssige und perspektivisch auch zunehmend klimaschonende Brennstoff auf jeden Fall die meisten Vorteile bereit. Die Pilotinitiative „future:fuels@work“ unterstützt ausgewählte Haushalte bei diesem Vorhaben. Mehr Infos dazu gibt es auf www.zukunftsheizen.de/ffw.

Über diesen Autor


Marc, 46, lebt in Hamburg in Hafennähe. Klimaschutz ist ihm sehr wichtig. Er wünscht sich dabei aber eine Debatte, die stärker die Gestaltungsspielräume für unsere Zukunft auslotet.

Fotos: IWO

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