Wenn ihr heutzutage ein neues Fahrrad braucht, habt ihr die Qual der Wahl zwischen einem schnittigen Rennrad, einem robusten Mountainbike oder einem soliden City-Zweirad. Und dann sind da natürlich noch E-Bikes und Pedelecs, die eure Muskelkraft elektronisch verstärken. Wisst ihr, seit wann Menschen sich überhaupt auf zwei Rädern fortbewegen? Das Fahrrad feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag! Im Sommer 1817 startete Karl von Drais in Mannheim zur Jungfernfahrt auf seinem „pferdelosen Transportmittel“, das zwar schon zwei Räder, aber noch keine Kette hatte. Heißt: Der Freiherr stieß sich mit den Füßen ab und rollte. Es dauerte noch ziemlich lange, bis seine auf den ersten Blick unpraktische Erfindung weiterentwickelt wurde. So ab 1870 setzte sich das Fahrrad in Europa langsam durch, auch wegen der einsetzenden Industrialisierung, die dafür sorgte, dass die Bikes leichter und für alle erschwinglich wurden. Danach ging es rasant weiter, eine Innovation jagte die nächste: Hochräder kamen und verschwanden, ebenso wie Niederräder mit sehr kleinen Vorderreifen. Bis heute wird an der Verbesserung des Fahrrads gearbeitet – ob es um ultraleichte Rennräder geht, die man mit nur einem Finger anheben kann, oder um hoch technisierte Pedelecs, die mittels einer App Daten sammeln und so auch besser vor Diebstählen geschützt sein sollen. Die Niederlande mögen als Fahrradland Nummer eins gelten, aber auch wir Deutschen sind ziemlich drahteselverrückt: 73 Millionen Stück gibt es hierzulande aktuell, der Einzelhandel setzt mit Fahrrädern und Zubehör jährlich mehr als drei Milliarden Euro um. Nach Holland schauen wir trotzdem neidisch: Bei uns gibt es zu wenig Fahrradwege, die zudem oft in miesem Zustand sind …

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